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Google – Kommt die Alternative zum strikten Tracking-Schutz von Apple?

Google-Logo - SNA, 1920, 05.02.2021
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Google denkt über die Entwicklung einer Alternativlösung zum Anti-Tracking-Schutz von Apple nach. Dies berichtet „Bloomberg“ mit Verweis auf Quellen, die laut der Agentur nicht genannt werden möchten.
Wie kann Datenerhebung und Cross-App-Tracking auf dem Android-Betriebssystem verringert werden – und zwar auf eine weniger restriktive Weise als auf dem iOS von Apple? Diese Frage beschäftigt die Entwickler des Google-Konzerns im Moment, berichtet „Bloomberg“ mit Verweis auf „Personen, die mit dem Thema vertraut sind“.
Demnach sucht Google nach Möglichkeiten, die Bedürfnisse der zunehmend datenschutzbewussten Android-Nutzer und die Interessen der Lösungsanbieter sowie Werbetreibenden auszutarieren. „Bloomberg“ schreibt, Google habe mit Werbeeinnahmen von mehr als 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr ein großes Interesse daran, seine Kunden weiterhin mit Angeboten von gezielter Werbung an Android-Nutzer zu unterstützen. Ein Sprecher des US-Internetkonzerns erklärte laut der Agentur nur, man suche immer nach neuen Wegen, „um die Hürden im Datenschutz zwar erhöhen, aber gleichzeitig auch ein gesundes, werbeunterstütztes App-Ökosystem anbieten zu können.“
Google-Konkurrent Apple will in seinem anstehenden Software-Update iOS 14.5 ein neues Sicherheitsfeature einbauen: die App-Tracking-Transparenz. Diese Schnittstelle erfordert die explizite Zustimmung des Nutzers, damit Apps auf seinem Gerät persönliche Daten auch anwendungs- und webseitenübergreifend tracken dürfen.
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Laut „Bloomberg“ läuft die digitale Werbebranche bereits Sturm gegen das Feature. Facebook und andere Plattformen sehen ihre Möglichkeiten, personalisierte Werbung anzubieten und somit Einnahmen zu generieren, durch die Sicherheitseinstellung von Apple eingeschränkt.
Die Google-Alternative zum Tracking-Schutz von Apple könnte weniger restriktiv sein, schreibt die Agentur mit Verweis auf ihre Quellen. Anders als die App-Tracking-Transparenz würde die Lösung von Google keine Aufforderung zur Zustimmung in die Datenerhebung enthalten.
Vielmehr könnte die Google-Lösung ähnlich aufgebaut sein wie die geplanten Cookies-Nachfolger im Chrome-Browser. Google kündigte 2020 an, Cookies von Drittanbietern aus seinem Webbrowser binnen zwei Jahren nach und nach zu entfernen. Zu Beginn dieses Jahres hat das Unternehmen diese Pläne bekräftigt.
Bisher funktionieren Cookies so, dass sie im Browser abgelegt werden, um dann Nutzer im Web zu tracken und persönliche Nutzerprofile zu erstellen, auf denen personalisierte Werbung basiert.
Die als Privacy-Sandbox bekannte Lösung im Chrome-Browser soll allerdings personalisierte Werbung bei geringerer Erhebung von personenspezifischen Daten ermöglichen. Hierbei wird der Browser-Verlauf so verarbeitet, dass Nutzer zu Gruppen mit vergleichbaren Interessen zusammengefasst werden. Werbeanbieter können dann nur Gruppen statt einzelne Identitäten adressieren.
Wahrscheinlich wird Google diesen Ansatz auch bei seinem Betriebssystem für Smartphones verfolgen, schreibt „Bloomberg“. Aber noch befindet sich die Alternative zum strikten Tracking-Schutz von Apple in einem sehr frühen Entwicklungsstadium: Wann und ob überhaupt Google diese Lösung einführt, steht noch nicht fest.
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