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Trotz Bundesregierungs-Verordnung: Landkreis in Sachsen-Anhalt impft heimlich 320 Polizisten

© REUTERS / MIKE BLAKEVerabreichung der Impfung des Unternehmens Moderna in Kalifornien
Verabreichung der Impfung des Unternehmens Moderna in Kalifornien - SNA, 1920, 04.02.2021
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Der Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt hat heimlich 320 Polizisten geimpft, was den Vorgaben und der Priorisierung aus dem Impfplan widerspricht. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hat den Vorgang am Donnerstag im Landtag auf Anfrage des Linken-Politikers Wulf Gallert bestätigt.
Grimm-Benne zeigte sich verärgert und kündigte an, den Landkreis für die vorgezogenen Corona-Impfungen zu ermahnen.
Es habe sich um einen Test für das Szenario gehandelt, dass plötzlich jenseits von Impfzentren und Pflegeheimen viele Menschen geimpft werden müssten, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. So etwas könne man „nicht am Schreibtisch“ planen. Ein Testlauf, in dem nur die Abläufe vor und nach dem Piks, nicht aber die Impfung selbst geprobt werden, wäre nicht realistisch genug gewesen.
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Den Impfstoff zwackte der Landkreis demnach aus der Reserve ab, die er eigentlich für die Zweitimpfungen bereits geimpfter Menschen vorhalten müsste. Der solle wieder aufgefüllt werden, sobald die Polizisten im Impfplan an der Reihe sind, sagte der Sprecher.
Der Kreis habe für den Probelauf Polizisten ausgewählt, da diese kurzfristig in ausreichender Anzahl zur Verfügung gestanden hätten. Außerdem habe man sich gedacht, wenn man schon einen solchen Test mache, könnten auch diejenigen davon profitieren, „die uns schützen“, sagte der Sprecher.
Polizisten gehören grundsätzlich erst zur zweiten Prioritäts-Gruppe im Impfplan. Sie dürfen damit erst nach der ersten Gruppe geimpft werden. Also wenn die über 80-Jährigen, Schwerkranken und das medizinische Personal vollständig versorgt sind. Die Impfverordnung und diese darin festgelegte Reihenfolge sei „keine Empfehlung“, betonte Grimm-Benne.
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