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Russland ist „mehr als ein ‚Obervolta mit Atomraketen‘“: „Welt“ zu Sputnik-V-Entwicklung

© SNA / HandoutExportversion des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in Argentinien
Exportversion des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in Argentinien - SNA, 1920, 04.02.2021
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Mit der Entwicklung des hochwirksamen Impfstoffs „Sputnik V“ konnte Russland den Westen wieder einmal überraschen. Diese Auffassung hat der Chefkommentator der „Welt“-Gruppe Jacques Schuster in seinem Beitrag vertreten.
Seit dem Erfolg von Oktober 1957, als die Sowjetunion es geschafft habe, den ersten künstlichen Erdsatelliten „Sputnik I“ ins All zu schießen, habe Russland den Westen technisch kaum überraschen können, behauptet der Kolumnist.

Erst der Impfstoff gegen das Coronavirus, der früh auf den Markt kam, hat gezeigt: Russland ist vielleicht doch mehr als ein ‚Obervolta mit Atomraketen‘ (Helmut Schmidt); zumal das Vakzin hochwirksam sein soll, folgt man den ersten westlichen Studien. Es war deswegen folgerichtig, dass der Kreml das wertvolle Nass Sputnik V taufte.“

Als Begründung verwies Schuster auf die Zwischenanalyse der Ergebnisse der Phase-III-Studien des Impfstoffs „Sputnik V“, die in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ mit Peer-Review am Dienstag veröffentlicht worden war und die Wirksamkeit des russischen Vakzins von 91,6 Prozent bestätigt haben soll.
„Die Ergebnisse stimmten mit den Wirksamkeitsdaten überein, die Russland im November schon aus einer früheren Phase der Studie gemeldet hatte. Wissenschaftler erklärten, mit den Ergebnissen gebe es ein weiteres wirksames Werkzeug zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Sie rechtfertigten in gewissem Maße die Entscheidung Moskaus, den Impfstoff schon vor der Veröffentlichung der endgültigen Daten zu nutzen“, betonte Schuster.
Produktion des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V (Archiv) - SNA, 1920, 03.02.2021
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Bei den Tests sollen 14.964 Freiwillige, denen „Sputnik V“ verabreicht worden sei, 1,3 bis 1,5 Mal mehr Antikörper gegen das neuartige Coronavirus entwickelt haben, als Covid-19-Genesene. Die anderen 4902 Teilnehmer hätten während der Studie ein Placebo erhalten. 16 Covid-19-Fälle seien in der geimpften Gruppe festgestellt worden, 62 Fälle seien in der Gruppe aufgetreten, die ein Placebo erhalten habe.
Die Studie umfasste eine Gruppe von Freiwilligen im Alter von 60 bis 87 Jahren und zeigte beeindruckende Ergebnisse für diese Altersgruppe: Die Wirksamkeit von „Sputnik V“ bei den älteren Menschen soll vergleichbar mit der in der Altersgruppe der 18- bis 60-Jährigen sein (91,8 Prozent).
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