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Münchner Studie: Kaum Corona-Neuinfektionen an Grundschulen und Kitas nach Wiederöffnungen

© AP Photo / Mark Keppler Ein leerer Klassenraum der Realschule Oberaden in Bergkamen, Nordrhein-Westfalen (Archiv)
Ein leerer Klassenraum der Realschule Oberaden in Bergkamen, Nordrhein-Westfalen (Archiv)  - SNA, 1920, 04.02.2021
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Die Schließung von Kitas und Schulen im Zuge der Corona-Maßnahmen ist aktuell heftig umstritten. Nun verdichtet sich die Faktenlage, dass Kinder keine Infektionstreiber sind. Eine Studie aus Bayern hat dazu wichtige Daten gesammelt.
Ist die anhaltende Schließung von Kitas und Schulen gerechtfertigt? Ein mögliches Öffnungsszenario wurde von einem Team aus Wissenschaftlern der Infektiologie der Kinderklinik am LMU Klinikum und Experten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)überprüft. Die Studie wurde zur Veröffentlichung bei einem medizinischen Fachjournal eingereicht und ist seit Ende Januar hier in hier derzeit in einer Pre-Print-Version einsehbar, muss aber noch in einem Peer Review-Verfahren begutachtet werden.
Die Forscher haben seit Ende der Pfingstferien bis Ende Oktober 2020 die schrittweise Öffnung von zehn Städtischen Grundschulen und Kindergärten in München im Hinblick auf Sars-Cov-2-Infektionen begleitet. 3.000 Proben hat das Team in zwei Phasen analysiert.

Keine „signifikante Verbreitung“ des Coronavirus durch Kinder

In der ersten Studienphase bis zu den Sommerferien zeigte sich keine einzige Corona-Neuinfektion bei Kindern, Lehrern, oder Erzieherinnen. In der zweiten Phase von September bis zu den Herbstferien Ende Oktober gab es trotz einer steigenden 7-Tage-Inzidenz, von bis zu 150 bei 100.000 Einwohnern, nur zwei Sars-Cov-2-Fälle. Dazu dürften auch die in den Einrichtungen etablierten Hygienemaßnahmen beigetragen haben.
Klassenraum in einer Schule (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.01.2021
Schließung „widerspricht allen wissenschaftlichen Daten“: Kinderärzte-Präsident will Schulöffnungen
„Da es bei wöchentlicher Stichproben-Testung nur zwei positiv getestete Fälle in der letzten Studienwoche mit hoher Inzidenz in München gab, können wir für den Studienzeitraum ableiten, dass gesunde und asymptomatische Kinder, die in entsprechende Einrichtungen gehen, nicht signifikant zur Verbreitung des neuartigen Coronavirus beitragen, sondern allenfalls die epidemiologische Situation der Gesamtbevölkerung widerspiegeln“, erklärt Studienleiter Ulrich von Both von der Abteilung für pädiatrische Infektiologie der Kinderklinik und Kinderpoliklinik am Dr. von Haunerschen Kinderspital des LMU Klinikums.

Sicherheit durch regelmäßige Testungen

Den Forschern fiel auf, dass trotz der im Raum München kontinuierlich steigenden Inzidenzrate kein vergleichbarer Trend in den teilnehmenden Einrichtungen zu beobachten war. Lediglich in der letzten Testwoche Ende Oktober wurden zwei Infektionsfälle in einer Grundschule nachgewiesen.

„Diese Erkenntnisse gelten allerdings nur bis zu der im Studienzeitraum maximal in München erreichten 7-Tages-Inzidenzrate von 150 von 100.000. Weitere Untersuchungen halten wir jedoch für sinnvoll, insbesondere vor dem Hintergrund neuer Virusvarianten“, sagte Martin Hoch vom Bayerischen Landesamte für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Bis zum erneuten Lockdown Anfang November wurden in der Münchner „Virenwächter-Studie“ insgesamt über 2.000 Testungen bei Kindern im Alter von zwei bis elf Jahren sowie über 1.000 Testungen bei Lehrerinnen und Erziehern durchgeführt. Die zehn teilnehmenden Einrichtungen wurden zufällig ausgewählt. Von den teilnehmenden Einrichtungen gab es ein durchweg positives Feedback. Die regelmäßigen Testungen ließen sich problemlos in den Tagesablauf integrieren und lieferten ein zusätzliches Stück Sicherheit.
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