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EU kritisiert Zerstörung in Beduinenort im Westjordanland

© CC0 / Capri23auto / PixabayEU Flagge (Symbolbild)
EU Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.02.2021
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Die Europäische Union hat Zerstörungen in einem Beduinenort im besetzten Westjordanland durch Israels Behörden kritisiert.
„Diese groß angelegte Abrissaktion ist ein weiteres Beispiel für einen bedauernswerten Trend von Beschlagnahme und Zerstörung“, sagte der deutsche EU-Vertreter in den Palästinensergebieten, Sven Kühn von Burgsdorff, laut der dpa am Donnerstag bei einem Besuch in Humsa al-Bukaja. An dem Besuch nahm auch der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Schtaje teil.
Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Betselem wurden dort am Mittwoch sieben Zelte zerstört, die Obdach für insgesamt 66 Menschen boten - darunter fast drei Dutzend Kinder. Im dazugehörigen Chirbet Humsa wurden demnach am Montag Behausungen konfisziert.
Der EU-Repräsentant sagte, durch die Zerstörungen seien mehrere Familien im Winter und mitten in der Corona-Krise obdachlos geworden.
„Wir erwarten von den israelischen Behörden, jeglichen weiteren Abriss palästinensischen Besitzes zu unterlassen.“
Betselem wirft der israelischen Armee vor, den Bewohnern ihr Land wegnehmen zu wollen. Die für Israels dortige Aktivitäten zuständige Behörde Cogat teilte mit, die Behausungen seien illegal errichtet worden. Zudem stünden sie auf einem Gelände der Armee, auf dem Schießübungen gemacht würden. Die Bewohner seien daher gefährdet. Ihnen seien andere Flächen angeboten worden.
Israel hatte während des Sechstagekrieges 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Die Palästinenser wollen dort ihren eigenen Staat ausrufen.
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