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Knochen frisch aus dem 3D-Drucker direkt in den Körper – Video

© SNA / Ramil Sitdikow3D-Druck (Symbolbild)
3D-Druck (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.02.2021
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3D-Druck statt Knochentransplantation – das verspricht ein neues Verfahren aus Australien. Bahnbrechend: Das neue Material könnte direkt in den Körper gedruckt werden.
3D-Druck mit lebenden Zellen, auch Bioprinting genannt, ist eine noch recht junge Technologie. Im Gegensatz zum Druck von Plastikformen, ganzen Häusern oder Elektrochips hat man es hier mit einem besonderen Verfahren zu tun: In einen Träger wie Gelatine werden Schicht für Schicht lebende Zellen eingefügt, die die dreidimensionale Struktur des erwünschten Gewebes oder Organs ergeben. Generell gilt hier: je komplexer das Gewebe, desto schwieriger der Druck. Aber der wohl schwierigste Fall ist der Druck von Knochen, denn hierbei handelt es sich um eine Mischung aus lebenden und anorganischen Bestandteilen.
Einen großen Schritt nach vorne haben nun australische Forscher mit einer keramischen Tinte gemacht, die bei Raumtemperatur mit Patienten-Knochenzellen gedruckt werden kann und auf aggressive Chemikalien verzichtet. Es handelt sich um eine Paste, die erst in wässriger Umgebung verhärtet. Das unterscheidet das Verfahren von früheren Ansätzen und könnte in Zukunft ermöglichen, Knochen mittels 3D-Druck direkt in den menschlichen Körper einzufügen. Zur Veranschaulichung haben die Forscher einen Ohrknorpel in ein Gel gedruckt, das von der Konsistenz dem menschlichen Körper nahekommt:

Bei Verletzungen und Abnutzungen von Knochen und Knorpel

Das Potential dieser Technologie ist nicht nur für die Erforschung von Knochenerkrankungen in der Petrischale von großem Interesse, sondern verspricht sonst auch großen medizinischen Nutzen. Das Material könnte ohne zusätzliche Operation direkt in den Körper eines Patienten an beschädigten Stellen von Knochen drucken, bei schweren Verletzungen etwas und Abnutzungen von Knochen und Knorpel infolge von Verletzungen oder Knochenkrebs. Damit könnte die Knochentransplantation überflüssig werden, bei dem Knochenmaterial des Patienten an einer Stelle des Körpers gewonnen und an einer anderen eingepflanzt wird. Diese Verfahren birgt die Gefahr von Infektionen und ist begrenzt durch die Menge an verfügbarem „überschüssigem“ Knochenmaterial.
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