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Meeresspiegelanstieg: Antarktis schmilzt anders als erwartet

© SNA / Alexej KudenkoAntarktische Küste
Antarktische Küste - SNA, 1920, 03.02.2021
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Das Eis der Antarktis schmilzt nicht linear dahin, wie es Klimamodelle prognostizieren. Das zeigt eine neue Studie. Zwar kommt es zu Verlusten an Eis- und Schneemasse. Aber durch eine Zu- und Abnahme der Schmelzen geschieht das schwächer, als bislang angenommen. Das müsste auch auf Prognosen zum Meeresspiegelanstieg übertragen werden.
Die Eisschmelze an der Antarktis steuert den Weltmeeren große Mengen Wasser bei und sorgt dafür auf die Dauer für einen Meeresspiegelanstieg. Die Klimaforschung zeigt sich besorgt über diesen Anstieg und hat auch schon in diversen Szenarien gezeigt, was das für die heute bevölkerten Landmassen bedeuten könnte. Teilweise könnten ganze Landstriche und Metropolen mit der Zeit im Wasser verschwinden.
Allerdings schmilzt das Eis an der Antarktis wohl nicht so linear weg, wie die Forscher bislang in ihren Modellen angenommen hatten. Das zeigen Satelliten-Daten der US-Raumfahrtagentur Nasa zur Antarktis, die über 20 Jahre gesammelt wurden. Die Schmelzgeschwindigkeit variiert laut diesen Daten jährlich und stellt die Herausforderung auch an Meeresspiegelmodelle, solche Schwankungen mit zu berücksichtigen.
Diese Schwankungen wiederum hängen von Wetterereignissen wie extremem Schneefall oder Änderungen in der Atmosphäre um den Ozean zusammen. Als Beispiel führt die Ohio State University, an der die Daten analysiert wurden, den Zeitraum 2016-2018 an: In dieser Zeit hatte der westantarktische Eisschild sogar an Umfang durch Schneefälle zugenommen, während der ostantarktische von einer weiteren Schmelze betroffen war.
Der Hauptautor der Studie betont, dass im Großen und Ganzen das Eis schmilzt und fügt hinzu: „Ich sage nicht, dass die Eisschmelze in der Antarktis kein dringendes Problem sei. Die gesamte Antarktis verliert schnell an Masse. Das Problem betrifft nur die Zeitskala und die Schmelzrate und unsere Modelle, die Veränderungen des Meeresspiegels vorhersagen, die müssen das in sich einschließen.“
Die Forschungsergebnisse wurden unter anderem in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters vorgestellt.
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