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„Mit dieser Show können wir Leben retten” – Stefanie Hertel und andere TV-Stars bei Vox gegen Krebs

© AP Photo / MIGUEL VILLAGRANStefanie Hertel (Archiv)
Stefanie Hertel (Archiv) - SNA, 1920, 02.02.2021
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Am Montagabend hat der Privatsender Vox seine zweiteilige Doku „Showtime of my Life – Stars gegen den Krebs“ gestartet. Am Ende der Show haben 16 Promis nackt auf der Bühne gestanden. Jedes Jahr erkranken Hunderttausende in Deutschland an Krebs. Wird er früh erkannt, stehen die Chancen auf Heilung oft gut. Davon können auch Stars berichten.
Apfelsinenhaut auf den Brüsten suchen, die Achselhöhle abtasten oder den Enddarm - glamourös klingt das nicht gerade. Aber es kann Leben retten. Wird Brustkrebs rechtzeitig erkannt, sind die Chancen auf Heilung gut. Und auch bei Prostatakrebs gilt: Je früher er erkannt wird, desto besser. Darauf wollen 16 Promis beim Privatsender Vox aufmerksam machen - und erzählen von ihren ganz persönlichen Erfahrungen. Am Ende lassen sie auch physisch die Hüllen fallen. „Showtime of my Life - Stars gegen Krebs” läuft am Montag und Dienstag jeweils um 20.15 Uhr bei Vox. Der Sendetermin ist bewusst unmittelbar vor den Weltkrebstag (4. Februar) gelegt worden.
Jeder, der mitmacht, hat Krebs erlebt - selbst oder im engen Umfeld. Da ist etwa der frühere Handball-Nationalspieler Uli Roth (58), der Prostatakrebs überstanden hat und anderen Mut macht: „Ich glaube, wenn man das überlebt, ist man mehr Mann als jemals zuvor.” Weil man viel mehr über seinen Körper wisse - und den Krebs besiegt habe.

„Und weil man anderen Männern davon berichtet, wie es ist, wenn man früh dran ist, dass man's heilen kann. Und das stärkt dann.”

Uli Roth
der frühere Handball-Nationalspieler
Auch eine verbreitete Sorge sei unbegründet - Sex sei für ihn kein Problem.
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Oder Ex-Fußballprofi Marco Russ (35), bei dem 2016 nach einem Dopingtest Hodenkrebs diagnostiziert wurde. „Man hat als Fußballer so die Einstellung, man ist doch durchtrainiert, man ernährt sich so gut es geht, wie kann sowas sein?” Er wolle zeigen, dass man auch „nach so einer Erkrankung” zufrieden sein könne. Andere wie Schauspielerin Mimi Fiedler (45) und Moderatorin Ulla Kock am Brink (59) erinnern sich an Erkrankung oder Verlust von Familienmitgliedern und Freunden.
Davon sind auch die anderen Teilnehmer teils sichtlich bewegt. Die Sendung setzt auf diese Nahbarkeit. Eine Gynäkologin bringt den Frauen bei, wie sie einmal im Monat ihre Brust auf Veränderungen abtasten. Und ein Urologe erklärt, was bei der Hodenkrebs- und „besonders angstbesetzten” Prostatakrebsvorsorge passiert. „Stars gegen Krebs” ist aber auch ein Unterhaltungsformat: So bauen die acht Frauen und acht Männer bei verschiedenen Aufgaben ihre Hemmungen ab, sich bei einer Tanz-Choreographie nackt vor Publikum zu zeigen.
Der Gedanke: Wenn sie sich das trauen - auch „so ein Typ wie ich, der nicht gerade dem Body-Mass-Index entspricht”, sagt Comedian Faisal Kawusi (29) in der Show-, dann kann sich jeder vor seinem Arzt ausziehen. Und: Es soll aufmerksam machen.

„Das Format ist zwischen Kunst und sozialem Engagement angelegt und auch eine Art Provokation. Aber genau dadurch rüttelt man ja auch Menschen wach”, beschreibt es Sängerin Stefanie Hertel (41) der Deutschen Presse-Agentur. „Ich glaube, dass wir mit dieser Show Leben retten können.”

Wichtig, über „Tabuthema” Krebs zu sprechen

Schauspieler und Musiker Jimi Blue Ochsenknecht will auch junge Menschen ermutigen, zur Krebsvorsorge zu gehen. „Dass sie sich regelmäßig kontrollieren und checken lassen sollen, auch wenn man andere Sachen im Kopf hat als zum Urologen zu gehen”, sagte der 29-jährige Berliner der Deutschen Presse-Agentur vor dem Weltkrebstag am 4. Februar.
„Für viele Leute sind Krebs und Vorsorge ein Tabuthema.”
Jimi Blue Ochsenknecht
Schauspieler und Musiker
Er finde es aber wichtig, dass man darüber rede und dass man auch sage, dass man keine Angst haben müsse, sich vor einem Arzt auszuziehen.
Um darauf aufmerksam zu machen, macht der Sohn von Natascha und Uwe Ochsenknecht bei der Vox-Sendung mit, bei der sich die Teilnehmenden unter anderem tanzend ausziehen (Dienstag, 2. Februar, 20.15 Uhr). „Ich hab mich noch nie komplett ausgezogen auf einer Bühne, darüber musste ich auch erstmal einen Tag nachdenken”, sagte der Schauspieler („Die Wilden Kerle”).
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Die Performance bereitete dem ehemaligen „Let's Dance”-Teilnehmer dagegen keine Schwierigkeiten: „Ich tanz super gern, die Choreo zu lernen war relativ easy und es hat super Spaß gemacht. Die Jungs waren auch alle so cool.” Einige von ihnen berichteten auch über eigene Erfahrungen mit Krebs - beeindruckend, so Ochsenknecht: „Da gehört natürlich auch eine gewisse Stärke dazu, das durchzustehen und das auch der Familie zu sagen. Das war schon nicht ohne, das zu hören, aber gibt einem auf jeden Fall auch Kraft.”
Das britische Vorbild „The Real Full Monty” hat 2019 einen Emmy als bestes Unterhaltungsprogramm ohne Script gewonnen.
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