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„Im Mark verrottet“ – Dirk Pohlmann über die Online-Enzyklopädie Wikipedia

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Das Gerichtsurteil gegen den Wikipedia-Autor „Feliks“ kann als kleiner Sieg gewertet werden, doch die Online-Enzyklopädie hat ein tiefgreifendes strukturelles Problem. Im Kampf um die Deutungshoheit bestimmen einige wenige Autoren den Diskurs, oft mit Falschbehauptungen und Verleumdungen.
Auf Wikipedia toben sogenannte Edit Wars. Eine Handvoll sehr aktiver Autoren macht 80 Prozent der Einträge - und beansprucht damit die Deutungshoheit. Das widerspricht der Grundidee der freien Enzyklopädie und führt nicht selten zu Falschbehauptungen und Verleumdungen. Zur Verantwortung gezogen werden die Editoren in den seltensten Fällen, denn sie agieren unter Pseudonymen. Der Wikipedia-Autor "Feliks" konnte jedoch identifiziert werden und ist nun vom Landgericht Koblenz zu einer Schadenersatzzahlung von 8000 Euro verurteilt worden. Er hatte auf Wikipedia einen isländischen Komponisten unter anderem als „Verschwörungstheoretiker“ und „Antizionist“ bezeichnet.
Über die Hintergründe der Geschichte und das strukturelle Problem, das bei Wikipedia offenbar zugrunde liegt, hat SNA News mit Dirk Pohlmann gesprochen. Pohlmann ist Investigativjournalist, Filmemacher und Betreiber des Video-Blogs "Geschichten aus Wikihausen".
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