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Myanmar – Militär kappt internationale Flugverbindungen

© REUTERS / STRINGERSoldat der myanmarischen Armee in Rangun, 2. Februar 2021
Soldat der myanmarischen Armee in Rangun, 2. Februar 2021 - SNA, 1920, 02.02.2021
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Gleich nach der Machtübernahme am Montag hat die myanmarische Armee alle internationalen Flüge von und nach Myanmar gestoppt. Das Verbot gilt bis einschließlich Mai dieses Jahres, berichtet die Zeitung „Myanmar Times“ unter Berufung auf eine offizielle Mitteilung an die Piloten des Landes.
Alle internationalen Flüge von und nach Myanmar sind bis einschließlich 31. Mai 2021 einzustellen, heißt es laut der Zeitung in einer sog. NOTAM (Notice to Airmen) - einer Mitteilung an die Piloten, die gemäß internationalen Standards im Zusammenhang mit Ereignissen erfolgt, die auch internationale Flüge betreffen könnten. Demnach hat das myanmarische Militär sowohl Starts als auch Landungen internationaler Flüge in Myanmar verboten.
Allerdings hätten die Flughäfen des Landes von den neuen Machthabern bisher keinen Anweisungen zur etwaigen Einstellung internationaler Flüge erhalten, schreibt die Zeitung. Gleichzeitig hätten internationale Botschaften in Myanmar ihre Bürger über die Einstellung internationaler Flugverbindungen bis 30. April informiert.
Aung San Suu Kyi im EU-Parlament (Archivbild) - SNA, 1920, 01.02.2021
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Das myanmarische Militär hat am Montag, den 1. Februar, wenige Stunden vor der Eröffnung der ersten Sitzung des neugewählten myanmarischen Parlaments die Regierung des Landes festgenommen, darunter den Präsidenten Win Myint und die De-Facto-Regierungschefin und Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.
Zeitgleich erfolgten Festnahmen weiterer hochrangiger Mitglieder der Regierungspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD). Nach den allgemeinen Parlamentswahlen, die am 8. November in Myanmar stattgefunden hatten, beschuldigte die Militärführung die NLD und die nationale Wahlkommission, Wahlergebnisse zugunsten dieser Partei gefälscht zu haben.
In den Morgenstunden am Montag wurden landesweit hochrangige Regierungs- und Verwaltungsbeamte festgenommen, die der NLD angehören. Nach Einschätzung regionaler Experten sind bisher über 400 Personen festgesetzt worden, darunter Mitglieder der NLD-Fraktion im Parlament sowie lokale NLD-Funktionäre.
Im Tagesverlauf bekannte sich die Militärführung zur Mehrparteiendemokratie und versprach, faire und demokratische Wahlen in Myanmar abzuhalten, „sobald die Aufgaben erledigt sind, die in der Zeit des Ausnahmenzustands anstehen“. Die neuen Machthaber in Myanmar haben einen landesweiten Notstand für die Dauer von einem Jahr ausgerufen.
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