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Wegen Brexit: Deutsche Süßwarenhersteller melden Probleme im Handel mit Großbritannien

© SNA / Ewgeni BijatowSüßwaren (Symbolbild)
Süßwaren (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.02.2021
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Das Exportgeschäft der mittelständisch geprägten deutschen Süßwarenindustrie hat sich seit Jahresbeginn wegen des Austritts Großbritanniens aus der EU wesentlich verschlechtert. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) hervor.
„Jedes dritte Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie mit regelmäßigen Exporten ihrer Produkte nach Großbritannien meldet nach dem Vollzug des Brexits beträchtliche Probleme bei der Belieferung des britischen Marktes“, heißt es im Schreiben.
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Laut der Mitteilung ist Großbritannien der zweitwichtigste Exportmarkt der deutschen Süßwarenindustrie. Etwa zehn Prozent der Exporte entfallen auf Großbritannien. Knapp ein Zehntel der Unternehmen hat demnach zum Jahresstart die Belieferung des britischen Marktes sogar komplett eingestellt.
Zugleich befürchten etwa 15 Prozent der Unternehmen, dass ihre Produkte aufgrund der neuen Logistikprobleme zeitweise nicht in den Regalen des britischen Lebensmittelhandels verfügbar sind. 58 Prozent halten die sehr aufwändigen neuen Zollformalitäten für die größte Herausforderung für einen reibungslosen Ablauf in der Logistik.
„Als weitere große Herausforderungen nannten die Unternehmen Fahrermangel und gesundheitliche Einreisebeschränkungen (insbesondere aufgrund der Corona-Krise).“
„Die ausgehandelten Ursprungsregeln für Süßwaren weichen erheblich von den bisherigen Ursprungsregeln ab und tragen zu einer weiteren Verkomplizierung der zollfreien Lieferungen bei“, so BDSI-Hauptgeschäftsführer Carsten Bernoth.
Am 23. Juni 2016 haben die Briten bei einem Referendum mit rund 52 Prozent der Stimmen für den Brexit gestimmt. Der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs erfolgte am 31. Januar 2020. Seit dem 1. Januar 2021 ist es nicht mehr Teil des EU-Binnenmarktes und der Zollunion.
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