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Putsch in Myanmar – Aung San Suu Kyi wieder festgenommen

© REUTERS / ISSEI KATOMyanmarische Bürger in Japan protestieren gegen Entmachtung von Aung San Suu Kyi
Myanmarische Bürger in Japan protestieren gegen Entmachtung von Aung San Suu Kyi - SNA, 1920, 01.02.2021
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In Myanmar hat das Militär die zivile Führung des südostasiatischen Landes um De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet und den Notstand ausgerufen. Das ließ die Armee am Montag über den von ihr kontrollierten Fernsehsender Myawaddy verkünden, meldet dpa.
Der frühere General und bisherige Vize-Präsident Myint Swe fungiere nun als Übergangsstaatsoberhaupt. Die eigentliche Macht liegt demnach aber bei Armeechef Min Aung Hlaing, der während des für die Dauer eines Jahres ausgerufenen Notstands die oberste Befehlsgewalt innehat.
Auf den Straßen der Hauptstadt Naypyidaw und der größten Stadt Yangon patrouillierten am Montag Soldaten. Telefonleitungen und das Internet in Naypyidaw wurden Berichten zufolge gekappt. Berichte über gewaltsame Zwischenfälle gab es zunächst nicht.
Kapitol in Washington DC. am 11. Januar 2021 - SNA, 1920, 11.01.2021
USA: Man soll den Putsch nicht übersehen
UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Übernahme der Regierungsmacht und Aufhebung der Gewaltenteilung durch das Militär verurteilt. Die Partei von Suu Kyi, NLD, sei vom Volk gewählt worden und zeige ein Sehnen der Bürger nach Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Frieden.
Eine Reihe von Ländern verurteilten ebenfalls die Geschehnisse. Auch der Anführer der in Myanmar unterdrückten Minderheit Rohingya sagte gegenüber Reuters, die Gemeinde missbillige diesen Versuch, „die Demokratie zu töten”.
Aung San Suu Kyi, die wohl bekannteste politische Figur in Myanmar, die jahrelang unter Hausarrest gestellt wurde, kam 2015 an die Macht, als ihre Partei NLD die Wahlen gewann. Obwohl sie im eigenen Land sehr beliebt ist, geriet sie seit ihrem Machtantritt auch unter Kritik wegen der staatlichen Diskriminierung der Rohingya und ihres Schweigens zur Gewalt gegen die muslimische Minderheit.
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