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Kündigung für Ablehnung des „Freiwilligenprogramms“: H&M droht Mitarbeitern – Medien

© CC0H&M, New York, Symbolbild
H&M, New York, Symbolbild - SNA, 1920, 31.01.2021
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Der drittgrößte Modekonzern der Welt, Hennes & Mauritz (H&M), der in Deutschland in den kommenden Monaten 800 Stellen abbauen will, soll laut einem Medienbericht von Sonntag Angestellte in internen E-Mails unter Druck gesetzt haben, ein „Freiwilligenprogramm“ anzunehmen. Andernfalls stellte der Moderiese die Kündigung in Aussicht.
Von dem „Freiwilligenprogramm“, welches den Mitarbeitern beim Einschlagen und vorzeitigen Ausscheiden bescheidene Abfindungen bieten würde, seien vor allem junge Mütter, „langzeitkranke Mitarbeiter“ und „Schwerbehinderte“ betroffen, weil sie weniger einsetzbar in Abendschichten und an Samstagen seien, berichtete das Nachrichtenportal „Business Insider“.
„Sollten über dieses Angebot nicht ausreichend Kolleg*innen erreicht werden, ist die betriebsbedingte Kündigung der nächste Schritt“, schreibt die Konzernführung laut dem Portal an die Belegschaft.
Zahlreiche Mitarbeiter und Betriebsräte hätten berichtet, dass die Konzernführung schon seit Längerem enormen Druck auf die Mitarbeiter ausübe, das Programm anzunehmen. Laut ihren Aussagen könne von Freiwilligkeit keine Rede sein. Außerdem bestätigen sie, dass vor allem Mütter und Behinderte vom Führungspersonal darauf angesprochen werden, das Abfindungsprogramm doch anzunehmen.

Rund 92.000 Vertragsstunden sollen gespart werden

Die geplante Abfindung solle für unter 60-Jährige ein Brutto-Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr betragen. Eltern sollten für jedes unterhaltsberechtigte Kind zusätzlich 1000 Euro, Schwerbehinderte 2500 Euro bekommen. Hinzu kommen Ausgleichszahlungen, wenn Angestellte vor Ende der Kündigungsfrist ausscheiden. Durch das Sparprogramm bei H&M sollen rund 92.000 Vertragsstunden in 116 Zweigstellen eingespart werden. Rund ein Viertel der Filialen soll betroffen sein.
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