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Trotz Lockdowns im November: Deutsche Wirtschaft wächst Ende 2020

© SNA / Christian MangBerlin während des zweiten Corona-Lockdowns
Berlin während des zweiten Corona-Lockdowns - SNA, 1920, 29.01.2021
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Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat am Freitag auf seiner offiziellen Webseite Angaben zu dem deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 4. Quartal 2020 veröffentlicht.
Von Oktober bis Dezember legte das BIP demnach preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent zum Vorquartal zu. Laut der Nachrichtenagentur Reuters hatten Ökonomen lediglich mit einer Stagnation gerechnet.
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Der Behörde in Wiesbaden zufolge war besonders der private Konsum von der zweiten Corona-Welle und dem erneuten Lockdown zum Jahresende betroffen. Die Warenexporte und die Bauinvestitionen stützten hingegen die Wirtschaft.
„Die Wirtschaft hat der Corona-Pandemie ein Stück weit die lange Nase gezeigt“, zitiert Reuters den Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger. „Der halbwegs versöhnliche Jahresabschluss ist jedoch nicht mehr als eine Momentaufnahme.“
Im Frühjahr erlebte Europas größte Volkswirtschaft einen historischen Einbruch des BIP um 9,7 Prozent – der zweitstärkste Rückgang der Nachkriegszeit, von dem sie sich im Sommerquartal erholte. Damals stieg das BIP um 8,5 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal.
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Für das gesamte Jahr 2020 ergibt sich laut Destatis ein Rückgang des BIP um fünf Prozent (kalenderbereinigt minus 5,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2020 preis- und kalenderbereinigt um 3,9 Prozent niedriger als im 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise.
Viele Experten erwarten der Nachrichtenagentur zufolge, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden ersten Quartal wegen der inzwischen verschärften und verlängerten Lockdown-Maßnahmen schrumpfen wird. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer rechnet mit einem Rückgang von knapp zwei Prozent.
„Mit der abermaligen Verlängerung des Lockdowns bis mindestens Mitte Februar müssen wir uns nun leider auf einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Auftaktquartal 2021 zwischen gut minus eins bis minus drei Prozent einstellen, bevor die Konjunktur ab dem kommenden Frühling mit der dann hoffentlich möglichen Rückkehr des öffentlichen Lebens wieder anzieht“, sagte Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW Bankengruppe, laut Reuters.
Verglichen mit vielen anderen Ländern kam Deutschland der Agentur zufolge im vergangenen Jahr wirtschaftlich noch gut davon. Das französische Bruttoinlandsprodukt brach im Corona-Jahr 2020 um 8,3 Prozent ein, das spanische um elf Prozent. Die weltgrößte Volkswirtschaft USA meldete ein Minus von 3,5 Prozent, während die Nummer zwei, China, dagegen ein Wachstum von 2,3 Prozent verzeichnete.
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In Deutschland herrscht derzeit ein harter Lockdown – zum zweiten Mal seit dem Beginn der Pandemie. Seit dem 16. Dezember sind bundesweit Geschäfte weitgehend geschlossen, ebenso Schulen und Kitas. Schon seit Anfang November sind Restaurants, Bars, Museen, Theater und Freizeiteinrichtungen zu. Die zunächst bis Ende Januar befristeten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden bis einschließlich 14. Februar verlängert.
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