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Covid-Langzeitfolgen: Soll 32-Jährige in Frühpension?

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Virus (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.01.2021
Seit Monaten kämpft Maarte Preller aus Graz mit den Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung. Sie steckte sich Mitte März an, nach sechswöchiger Bettruhe ging es wieder bergauf. Ende Juni konnte sie an ihre Arbeit als Masseurin zurückkehren, doch im August spürte sie wieder Symptome wie Erschöpfung, Fieberschübe, Kopfweh, Schwindel und Übelkeit.
Wie die 32-Jährige gegenüber der „Kronen Zeitung“ schilderte, sei sie eine Woche lang kaum aus dem Bett rausgekommen. „Noch heute leide ich unter dauerhafter Erschöpfung, Herzrasen, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen.“

Therapien blieben ohne Wirkung

„Ich habe am Tag drei bis vier Stunden, in denen ich leichte Tätigkeiten erledigen kann“, sagt die gebürtige Niederländerin. Die von Ärzten angeordneten Therapien hätten bis jetzt nichts Entscheidendes ans Tageslicht gebracht – die Symptome würden durch viele Ärzte als psychosomatisch abgetan. Am Dienstag erfuhr die Frau, dass die Krankenkasse ihren Krankenstand für beendet betrachte. Sie solle nun arbeiten gehen oder um Invaliditätspension ansuchen.

Selbsthilfegrupe als Ausweg

25 Prozent der Corona-Infizierten leiden unter Symptomen, die länger als fünf Wochen andauern, gibt die „Krone” an. Bisher fehlt aber die Anerkennung im Gesundheitssystem, um Langzeitfolgen einer Covid-19-Infektion richtig zu behandeln. Preller gründete eine Selbsthilfegruppe, die auf „Long Covid“ aufmerksam machen und eine Plattform für den Austausch zwischen Betroffenen schaffen soll.
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