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69 Todesfälle nach Covid-19-Impfung in Deutschland bereits gemeldet: Paul-Ehrlich-Institut erklärt

© REUTERS / YVES HERMANImpfung mit dem Pfizer-BioNTech-Vakzin (Symbolbild)
Impfung mit dem Pfizer-BioNTech-Vakzin (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.01.2021
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Laut dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts zur Sicherheit der Covid-19-Impfung sind in Deutschland bis zum 24. Januar bereits 69 Todesfälle nach einer Corona-Impfung gemeldet worden. Einen Zusammenhang mit der Impfung geben die Autoren des Berichts nicht an.
Diese Todesfälle bei Patienten im Alter von 56 bis 100 Jahren (40 Frauen, 26 Männer, drei Fälle ohne Angabe des Geschlechts) wurden dem Institut in einem zeitlichen Abstand von einer Stunde bis 18 Tage nach der Impfung mitgeteilt. Das mittlere Alter betrug 84,6 Jahre, heißt es weiter im Bericht.
Elf geimpfte Patienten sollen dabei im Rahmen einer Covid-19-Erkrankung verstorben sein. Das Zeitintervall zwischen der ersten Impfung und dem Tod betrug maximal elf Tage. Alle Patienten hätten noch einen inkompletten Impfschutz, argumentieren die Autoren.
21 Patienten mit multiplen Vorerkrankungen sind dann nach den Angaben der Gesundheitsämter an einer Verschlechterung ihrer Grunderkrankung gestorben. Bei acht Patienten soll eine andere Infektionskrankheit zum Tod geführt haben. Bei allen anderen Patienten bestanden dem Bericht zufolge mehrere schwerwiegende Vorerkrankungen wie Karzinome, Niereninsuffizienz, Herzerkrankungen und arteriosklerotische Veränderungen, die vermutlich todesursächlich waren, allerdings stehen in einzelnen Fällen noch weitere Informationen aus.
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In 25 Fällen wird die Todesursache als unbekannt angegeben. 23 dieser Personen sollen in einem zeitlichen Abstand von wenigen Stunden bis 18 Tage nach der Impfung verstorben sein; bei zwei Personen sei der zeitliche Abstand unbekannt. Allerdings weist das Institut darauf hin, dass jährlich unter normalen Umständen rund 99 pro 100.000 Menschen über 65 Jahren innerhalb von 18 Tagen sterben, wobei rund 52 Fälle von plötzlichem Tod oder Tod mit unbekannter Ursache zu erwarten seien. Daher übersteige die beobachtete Zahl nach der Impfung nicht die erwartete, heißt es im Bericht.

Über 1,7 Millionen Menschen bereits geimpft

Insgesamt wurden zum 27.01.2021 laut Angaben des Robert Koch-Instituts 1.738.236 Menschen wenigstens einmal geimpft, 366.081 davon schon zweimal. Von diesen 1.738.236 Personen wurden 1.712.717 mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff und 25.519 Menschen mit dem Impfstoff von Moderna geimpft.
Weiter berichtet das Institut 1232 gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen bis zum 24. Januar. Bei diesen 1232 Personen wurden insgesamt 3.404 unerwünschte Reaktionen geschildert mit 2,8 Reaktionen im Durchschnitt pro Person, am häufigsten Schmerzen an der Impfstelle, Kopfschmerzen, Ermüdung und Schmerz in einer Extremität.
In 182 Fällen wurde über schwerwiegende Reaktionen berichtet, darunter 38 Fälle mit anaphylaktischen Reaktionen, vier Fälle von sechsfacher Überdosierung und zwölf Fälle mit Fieber, Diarrhoe oder Schwindelgefühl. Weitere 69 Meldungen über schwerwiegende Reaktionen betrafen ebenfalls die gemeldeten 69 Todesfälle. In weiteren sechs schwerwiegenden Fällen nach Impfung mit Biontech/Pfizer wurde eine Covid-19-Infektion zwei bis elf Tage nach der ersten Impfung festgestellt.
Die aktualisierten Covid-19-Impfempfehlung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung hatte das RKI am 14. Januar veröffentlicht. Danach werden Personen in Senioren- und Altenheimen und die über 80-jährigen priorisiert. Die Priorisierung betreffe etwa Personen mit „seltenen, schweren Vorerkrankungen, für die bisher zwar keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz bzgl. des Verlaufes einer Covid-19-Erkrankung vorliegt, für die aber ein erhöhtes (Erkrankungs-) Risiko angenommen werden kann“, steht da genau geschrieben.
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