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Pandemie in Österreich: Schusswaffen sind heiß begehrt

© CC0 / Joachim Hillsund / PixabaySchusswaffe (Symbolbild)
Schusswaffe (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.01.2021
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Im Zuge der Pandemie rüsten Österreichs Privathaushalte auf. So verzeichnen die Waffenhändler eine große Nachfrage nach Pistolen und Gewehren. 1,16 Millionen Schusswaffen sind derzeit registriert. Somit hat sich die Zahl der Schusswaffen in Privatbesitz seit 2014 um ein Drittel erhöht.
2020 hatten Pistolen und Gewehre in Österreich Hochkonjunktur. In seiner Analyse kam das Marktforschungsinstitut Branchenradar zu dem Schluss, dass der Neuwaffenmarkt mit einem Absatzplus von fünf Prozent so stark gestiegen ist, wie seit fünf Jahren nicht mehr. 1,16 Millionen Schusswaffen sind laut dem österreichischen Innenministerium derzeit registriert.
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Gemäß dem österreichischen Waffenrecht, das wesentlich liberaler ist als das deutsche, können Schusswaffen der Kategorien B und C legal erworben werden. Waffen der Kategorie B, etwa Repetierflinten, Pistolen, Revolver und Halbautomaten, sind genehmigungspflichtig und dafür braucht man eine Waffenbesitzkarte, die Erwachsene nach einem positiven psychologischen Gutachten bekommen können. Die am weitesten verbreitete Waffenart sind die unter Kategorie C fallenden Schusswaffen. Darunter fallen Gewehre mit mindestens einem gezogenen Lauf und Gewehre mit ausschließlich glatten Läufen, die jeweils nach einer Schussabgabe händisch nachgeladen werden müssen. Diese sind ab 18 Jahren frei und zum Erwerb ist keine Waffenbesitzkarte nötig.
Bereits für die ersten Monate der Pandemie hatte Österreich einen deutlichen Anstieg von Waffenkäufen verbucht. So berichtete „Der Standard“, dass sich der Bestand an Schusswaffen zwischen Anfang März und Anfang August 2020 um mehr als 22.000 Exemplare erhöht hatte. Die Zahl der neu im Zentralen Waffenregister (ZWR) eingetragenen Personen sei dabei nur um rund 5000 Personen gestiegen.
„Mit Beginn der Pandemie zog der Waffenverkauf an, offenbar aus Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen und unruhigen Zeiten“, sagte der Wiener Waffenhändler Markus Schwaiger gegenüber NTV.
Eine noch deutlichere Zunahme habe es in den letzten Jahren nur im Nachgang der Flüchtlingskrise gegeben, als zwischen Anfang 2015 und Anfang 2016 im Schnitt 1400 neue Feuerwaffen pro Woche registriert wurden.
Die Zeitung wies in dem Zusammenhang jedoch darauf hin, dass die Aufrüstung der privaten Haushalte in Österreich seit 2014, als das neue Registrierungssystem in Kraft trat, sich kontinuierlich fortgesetzt hat. Rund 838.000 Schusswaffen seien 2014 in Privatbesitz gewesen. Mit 1.132.000 Feuerwaffen habe sich die Zahl bis August 2020 um ein Drittel erhöht.
Im Dezember 2020 hatten österreichische Ermittler ein rechtsextremes Netzwerk ausgehoben und bei Hausdurchsuchungen mehr als 70 automatische und halbautomatische Schusswaffen sowie rund 100.000 Schuss Munition sichergestellt.
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