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China bei Investoren beliebter als die USA

© REUTERS / ALY SONGBildschirm mit Börsenindexen im Wirtschaftsviertel von Shanghai
Bildschirm mit Börsenindexen im Wirtschaftsviertel von Shanghai - SNA, 1920, 28.01.2021
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Erstmals hat China die USA bei den ausländischen Direktinvestitionen überholt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist inzwischen ökonomisch attraktiver als die Vereinigten Staaten.
2016 war die (amerikanische) Welt noch in Ordnung: ausländische Direktinvestitionen in die USA erreichten mit 472 Milliarden Dollar ihren Höhepunkt. Seitdem ging es beständig bergab für die Vereinigten Staaten. Die Corona-Pandemie verschreckte vollends die Investoren, was in den USA zu einem jähen Einbruch um 49 Prozent führte.
Ganz anders in China: die Investitionen aus Übersee wachsen seit Jahren kontinuierlich an und selbst die Corona-Krise führte nur zu einem Investitionsrückgang um vier Prozent. Dieser Trend spiegelt sich analog in der Wirtschaftsentwicklung: während die US-amerikanische Ökonomie im Pandemiejahr um 4,27 Prozent schrumpfte, wuchs die chinesische Volkswirtschaft sogar um 2,3 Prozent.

China auf Platz Eins

2020 hat das Reich der Mitte mit 163 Milliarden Dollar an Direktinvestitionen erstmals die Vereinigten Staaten überholt, die nur noch 134 Milliarden Dollar aus dem Ausland anlockten. Vor allem der Technologiesektor mit einem Plus von elf Prozent und die Pharmaindustrie mit einem Zuwachs von 54 Prozent waren attraktiv für Investoren.

Chinesen vergrault – Schwenk nach Asien

Asien hat sich durch harte Pandemiemaßnahmen am schnellsten von der Corona-Krise erholt. Die Anleger honorierten dies und investierten in den letzten Monaten verstärkt in China und andere asiatische Tigerstaaten. Außer in China stiegen im vergangenen Jahr auch in Japan und Südkorea die ausländischen Direktinvestitionen.
Wirtschaftsminister Peter Altmaier (Archivbild) - SNA, 1920, 27.01.2021
Bundesregierung: Weg aus Wirtschaftskrise wird mühsamer
Andersherum ist China in den letzten Jahren immer mehr zum größten Investor im Ausland geworden. Neben Europa, Afrika und Asien lag der Schwerpunkt der chinesischen Auslandsinvestitionen bis 2019 in den USA. Im vergangenen Jahr brachen jedoch die chinesischen Anlagen in den Vereinigten Staaten ein durch den Handelskonflikt zwischen China und den USA und strenge Auflagen für chinesische Investoren, die sich in den USA zuerst einer neuen nationalen Sicherheitsprüfung unterziehen müssen.

Weltweiter Investitionseinbruch durch Corona

Die Corona-Krise hat weltweit im vergangenen Jahr zu einem so noch nie dagewesen Einbruch der ausländischen Direktinvestitionen geführt. Die UN-Organisation für Handel und Entwicklung (UNCTAD) spricht in einem Bericht von einem Einbruch um 42 Prozent weltweit von 1,5 Billionen Dollar im Jahr 2019 auf geschätzte 859 Milliarden Dollar im Jahre 2020.
Für 2021 erwartet die UNCTAD nur eine langsame Erholung der weltweiten Investitionen im zweiten Halbjahr. Unterm Strich geht die Organisation auch für das laufende Jahr noch von einem Minus von fünf bis zehn Prozent bei den ausländischen Direktinvestitionen aus.
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