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Arbeitsgerät des KGB kommt in New York unter den Hammer

© SNA / unbekanntDie KGB-Agentin Jekaterina M. am Schießstand
Die KGB-Agentin Jekaterina M. am Schießstand - SNA, 1920, 27.01.2021
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Eine ausgefallene Sammlung geheimdienstlicher Utensilien aus der Zeit des Kalten Krieges soll in New York versteigert werden. Auch getarnte Waffen sind darunter. Geschätzter Gesamtwert: knapp 415.000 Euro.
Der 57-jährige Historiker Julius Urbaitis kennt sich mit dem Alltag in der Sowjetunion aus, hat er doch schon die Macher der HBO-Serie „Tschernobyl“ beraten. Auch mit den Schattenseiten des Kalten Krieges ist der Mann vertraut: 30 Jahre lang sammelte er allerhand geheimdienstliches Zeug von einem Schlips mit versteckter Kamera bis zum giftigen Regenschirm. An die 400 Teile zählt seine Kollektion mittlerweile, wie das Portal „Daily Mail“ berichtet.
2019 überließ Urbaitis seine Sammlung zur Ausstellung im KGB-Spionage-Museum in New York. Doch auch diese Galerie musste aufgrund des Coronavirus schließen, weshalb die Kollektion nun zum Verkauf steht.
Eines der begehrtesten Stücke in der Kollektion ist laut dem Portal ein KGB-Regenschirm, der eine Giftspritze enthält. Die in der Stange des Regenschirms eingebaute Spritze kann mittels einer Feder durch die Betätigung eines Auslösers am Griff ausgefahren werden. Ein Originalstück ist der tödliche Regenschirm (Startpreis gut 4000 Euro) allerdings nicht, sondern der Nachbau eines vergleichbaren Schirms, der 1978 zur Hinrichtung eines bulgarischen Überläufers in London verwendet worden sein soll. Damals wurde ein mit Rizin gefülltes Projektil in dessen Bein geschossen.
Ein anderes laut dem Portal „durchaus aufregendes Stück“ ist eine als Lippenstift getarnte Feuerwaffe, die zum Arsenal der weiblichen KGB-Bediensteten gehörte. Startpreis: über 1500 Euro.
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Weitere Gadgets wie eine in einem Schlips oder in einer Zigarettenschachtel versteckte Kamera, ein Lügendetektor oder ein als Aschenbecher getarntes Abhörmikrofon muten da schon fast langweilig an.
Einer der teuersten Gegenstände der Kollektion mit einem Startpreis von gut 5000 Euro ist laut dem Portal eine Miniüberwachungskamera, die einen Raum durch einen Spalt in der Wand erfassen kann.
Ein sicherlich originäres Utensil ist der „Suizidzahn“, der zur Standardausstattung sowjetischer Geheimagenten gehört haben soll. Also eine Zahnprothese, gefüllt mit Zyanid. Im Fall einer Ergreifung hätte der Agent auf diese Weise Selbstmord begehen können, um unter Folter keine Geheimnisse zu verraten.
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