Corona-Jahr: Deutscher Brauer-Bund meldet Bier-Tief

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Ale Bier - SNA, 1920, 27.01.2021
So wenig Bier wie im Corona-Jahr 2020 haben die Verbraucher in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr getrunken. Dies meldet dpa unter Berufung auf den Deutschen Brauer-Bund und statistische Angaben.
Während der Pro-Kopf-Konsum im Jahre 2019 noch knapp 92 Liter (mit alkoholfreiem Bier und Malztrunk 99,7 Liter) betrug, sank dieser um fast vier Liter auf nun etwa 88 Liter, so dpa. Zum Vergleich: Im Jahre 2011 lag beispielweise der Bierverbrauch je Einwohner bei mehr als 103 Litern, wie aus Angaben des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.
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Laut der Statistik des Brauerbunds hat jeder in Deutschland so wenig Bier wie seit Ende der 50er Jahre nicht mehr getrunken.
Der Konsum alkoholfreier Biere blieb demnach im Jahre 2020 so gut wie gleich und liegt im Schnitt bei um die fünf Liter.
Dpa verweist darauf, dass die genauen Gesamtbierabsatzzahlen für 2020 in den kommenden Tagen veröffentlicht werden sollen.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Mitte Januar hatte der Deutsche Brauer-Bund in Berlin mitgeteilt, dass die Absatzverluste und Umsatzrückgänge der deutschen Brauereien für das Jahr 2020 historische Dimensionen erreicht hätten. Grund dafür seien die Corona-Einschränkungen.
„Die Situation ist dramatisch und in der Nachkriegszeit ohne Beispiel“, sagte der Hauptgeschäftsführer vom DBB, Holger Eichele.
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„Je größer das Gastronomie- und Veranstaltungsgeschäft einer Brauerei, desto verheerender die Verluste.“
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt dabei, während das Geschäft mit Fassbier für die Gastronomie 2020 monatelang fast vollständig zum Stillstand gekommen sei, sei der Verkauf von Flaschenbier bei einigen Brauereien sogar gewachsen. Je mehr sich eine Brauerei auf die Gastronomie und damit auf Fassbier spezialisiert hat, umso stärker waren die Verluste, heißt es im Bericht. Das gilt etwa für Warsteiner, König Pilsener und Bitburger. Veltins und Beck's litten dabei weniger.
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