Italienischer Arzt soll „hoffnungslose“ Covid-Patienten getötet haben – Medien

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Arzt (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.01.2021
Ein italienischer Arzt soll zwei Corona-Patienten getötet haben, um freie Betten in einem Krankenhaus zu schaffen. Dies berichtet die italienische Zeitung „La Repubblica“.
Der 47-jährige Arzt Carlo Mosca habe in einem Krankenhaus nahe der Stadt Brescia in der damals hart vom Coronavirus getroffenen Region Lombardei gearbeitet. Tagelang habe er die infizierten Patienten in den sogenannten „schmutzigen Zonen“ behandelt.
Im vergangenen Frühjahr hatte er dem Blatt zufolge die eigene Familie zwei Monate lang nicht gesehen, weil er rund um die Uhr um das Leben seiner Patienten gekämpft habe. Damals war er ein Held, doch jetzt hat die Geschichte eine andere Wendung genommen.
Die italienische Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, zwei Patienten im Alter von 61 und 80 Jahren tödliche Dosen des wirksamen Anästhetikums Propofol verabreicht zu haben. Die Ermittlungen zu vier weiteren Todesfällen im Krankenhaus, an denen er beteiligt sein könne, dauern dem Blatt zufolge an.
Nach Angaben seiner Kollegen hat Mosca oft starkwirkende Medikamente gefordert, obwohl das Protokoll zur Behandlung des Coronavirus diese nicht vorsehe. Zudem hat der Arzt Angaben zufolge darum gebeten, mit schwerkranken Patienten alleine gelassen zu werden. All dies habe beim Personal des Krankenhauses Verdacht erregt.
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Die Motive für seine Taten seien bislang unklar. Die Kollegen des Arztes glauben, dass er aufgrund der extremen Belastung während der Pandemie verrückt geworden sei. Die Polizei gehe davon aus, dass Mosca die aus seiner Sicht „hoffnungslosen“ Patienten losgeworden sei, um Platz für neue Patienten zu schaffen.
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