Archäologen entdecken antiken Hafen vor der Küste Syriens

© SNA / Witalij TimkiwArchäologen bei der Arbeit (Symbolbild)
Archäologen bei der Arbeit (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.01.2021
Forscher haben die Überreste einer bisher unbekannten Hafenanlage, mutmaßlich aus der altrömischen Zeit, vor der Küste Syriens entdeckt.
Die Ruinen des antiken Hafens sind im Zuge der zweiten Feldsaison der russisch-syrischen Archäologiemission entdeckt worden, sagte der Historiker Dmitri Tatarkow, Direktor des Instituts für Gesellschaftswissenschaften und internationale Beziehungen an der Staatlichen Universität Sewastopol.
„Ein der Wissenschaft bisher unbekannter Hafen, mutmaßlich aus der römischen Zeit, ist nördlich von Tartus entdeckt worden. Womöglich ist dies gar kein Hafen, sondern eine Seefestung aus dem ersten Jahrhundert nach Christus. Es sind auch Überreste hydrotechnischer Anlagen sowie eines Leuchtturms und vier Marmorsäulen gefunden worden. Das keramische Begleitmaterial wird es uns ermöglichen, das Alter des Objekts genauer zu bestimmen. Es handelt sich um einen großen Fund, der bisher der Wissenschaft nicht zugänglich war“, erklärte der Institutsdirektor.
Nach Darstellung des Wissenschaftlers haben die Archäologen den Meeresgrund sowohl persönlich als auch unter Einsatz von ferngesteuerten Unterwassergeräten untersucht. Bei dieser Erkundung sind drei bisher unbekannte Ankerplätze sowie Überreste antiker Hafenanlagen entdeckt worden, wie zum Beispiel Anlegermauern und Molen. Das keramische Begleitmaterial ist bereits geborgen und an die Behörde für Altertümliches der Stadt Tartus übergeben worden. Dort wird es eingehend untersucht.
„Es sind Überreste altgriechischer Amphoren, phönizischer Gefäße, ägyptischer Vasen und altrömischer Alltagsgegenstände aus Gestein. All diese Objekte werden es uns ermöglichen, die Seewege zu rekonstruieren, die diese Gegend einst mit dem großen Mittelmeergebiet verbanden. Auch werden wir die Lebenszyklen der Häfen bestimmen können, die damals existierten“, sagte Tatarkow.
Botschafter der Russischen Föderation in der Republik Österreich Dmitriy Lyubinskiy und Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Übergabe - SNA, 1920, 26.01.2021
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