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„Da zählt buchstäblich jeder Tag“: Ärztekammer mit Aufruf an Regierung – Impfschwierigkeiten klären

© REUTERS / MIKE BLAKEVerabreichung der Impfung des Unternehmens Moderna in Kalifornien
Verabreichung der Impfung des Unternehmens Moderna in Kalifornien - SNA, 1920, 27.01.2021
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Der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt hat gegenüber Medien die Bundesregierung und EU-Kommission aufgefordert, bei den Produzenten von Corona-Impfstoffen auf der Einhaltung vertraglich zugesicherter Mengen und Fristen zu bestehen.
Die Ursachen der Lieferschwierigkeiten etwa bei Astrazeneca müssten laut Reinhardt geklärt und so schnell wie möglich behoben werden.
„Die Bundesregierung und die EU sollten darauf drängen, dass die vertraglich zugesicherten Liefermengen und Liefertermine eingehalten werden“, sagte Reinhardt gegenüber der „Rheinischen Post“.
Er meinte, dass vor allem die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen sowie die Beschäftigten der Kliniken und Pflegeeinrichtungen geimpft sein müssten, „bevor sich die hochansteckende Virusvariante aus Großbritannien weiter in
Deutschland ausbreitet“.
Eine Durchstechflasche und eine Spritze vor einem angezeigten AstraZeneca-Logo  - SNA, 1920, 22.01.2021
EU erhält womöglich weniger AstraZeneca-Impfstoff als gedacht
„Da zählt buchstäblich jeder Tag“, betonte er.
Auch der Bundeschef des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, äußerte sich zu Thema. Er bezeichnete die angekündigte Lieferverzögerung von Astrazeneca als „fatal“. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte er:
„Die aktuellen Meldungen über Lieferverzögerungen des Herstellers Astrazeneca reihen sich in eine Folge unerfreulicher Nachrichten rund um die Organisation der Corona-Schutzimpfung ein.“
Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, sagte seinerseits den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Wenn wir Zusagen bekommen, müssen wir auch verlässlich mit dem Impfstoff planen können. Andernfalls drohen wir, den Rückhalt und die Bereitschaft der Menschen zum Mitmachen zu verlieren.“
Bereitliegender Impfstoff in einem Impfzentrum im bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm  - SNA, 1920, 21.01.2021
Todesfälle nach Pfizer/BioNTech-Impfung: WHO hat keine Kenntnis davon
Dpa meldet, dass bisher für Corona-Impfungen bisher zwei Impfstoffe zugelassen sind. Das sind das Präparat von Biontech und Pfizer, für das sich Deutschland bisher mehr als 90 Millionen Dosen gesichert hat, und das Präparat des Herstellers Moderna mit 50 Millionen gesicherten Dosen. Für den Impfstoff von Astrazeneca hat sich Deutschland etwa 56 Millionen Dosen über eine gemeinsame EU-Bestellung gesichert. Für den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca wird für diese Woche die Zulassung in der EU erwartet. Das britisch-schwedische Unternehmen hatte aber informiert, zunächst weniger Impfstoff liefern zu wollen als vereinbart.

Corona in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte am Mittwoch 982 weitere Corona-Todesfälle binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl der bestätigten Infektionen erhöhte sich um 13.202 auf 2.161.279.
Das RKI bestätigt somit insgesamt 2.161.279 Corona-Fälle in Deutschland (Stand: 27.01.2021, 00:00 Uhr), das ist ein Plus von 13.202 zum Vortag.
Weitere 982 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 53.972 Menschen an dem Virus gestorben.
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