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Vom „Schwarzen Schwan“ heimgesucht: RDIF-Chef erklärt Faktoren für widerstandsfähige Welt

© REUTERS / CHALINEE THIRASUPAMann in voller "Schutzgarnitur" gegen das Coronavirus
Mann in voller Schutzgarnitur gegen das Coronavirus - SNA, 1920, 26.01.2021
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Die Corona-Pandemie stellt die Welt vor enorme Herausforderungen, die Unwägbarkeiten und Unsicherheiten mit sich bringen. Damit befasst sich das Buch „The Black Swan“, auf das sich der RDIF-CEO Kirill Dmitriev beim Weltwirtschaftsforum in Davos bezieht. Seine Botschaft ist klar: In schweren Zeiten ist die globale Widerstandsfähigkeit gefragt.
Der CEO des Russischen Direktinvestitionsfonds scheint dem Buch des libanesisch-amerikanischen Autors Nassim Nicholas Taleb einiges abgewinnen zu können. Nicht umsonst glaubt er an die globale Widerstandskraft, welche mit Blick auf die pandemiebedingten Unbekannten für die Wirtschaft und den öffentlichen Sektor von herausragender Bedeutung sind. Beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum benannte er auch die größten Risikofaktoren.
„Spaltung und politische Vorurteile sind das größte Hindernis für die globale Widerstandsfähigkeit globaler Unternehmen. Sie müssen durch die spezifische Arbeit verschiedener Länder überwunden werden – in Fragen, die uns zusammenbringen“, sagte Dmitriev.
Der Fondschef verweist an dieser Stelle auf die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie sowie die Verbreitung des Impfstoffes gegen das Virus. Dies sei einer der Schlüsselbereiche, in denen die Weltgemeinschaft ungeachtet vorhandener Unterschiede geschlossen zusammenarbeiten sollte.
In Bezug auf den Buchtitel und die ihr zugrunde liegende Metapher „Black Swan“, die für unerwartete und unwahrscheinliche zukünftige Ereignisse mit enormen Auswirkungen steht, warnte Dmitriev vor weiteren globalen Überraschungen.
„Als ich Nassim Talebs Buch ‚The Black Swan‘ las, hatte ich das wirklich im Blick, aber ich konnte nicht vorhersehen, dass wir einen Schwarm schwarzer Schwäne haben werden, die uns heimsuchen. Sie treiben bereits seit zwölf Monaten überall auf der Welt ihr Unwesen und wir erwarten, dass noch weitere Schwärme heraufziehen werden“, sagte der CEO.
Er führte diese Ereignisse auf die Singularität zurück, die sich durch polarisierende Veränderungen in Politik, Hindernissen für die internationale Zusammenarbeit und durch den technologiebedingten mentalen Wandel ergeben habe.
„Wir haben viele Singularitäten gleichzeitig und wir glauben, dass sie diese ‚Black Swan‘-Ereignisse beschleunigen. Ein Schlüsselthema ist, inwiefern wir darauf vorbereitet sind.“

Lehren aus der Pandemie

Während einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Neubewertung von Unternehmensrisiken und Stärkung der Widerstandsfähigkeit in einer Welt nach COVID“ erläuterte der RDIF-CEO die wichtigsten Lehren aus der Krise. Ziemlich früh sei man sich der Ausnahmesituation rund um das Coronavirus bewusst geworden.
„Zunächst haben wir uns wirklich auf Regel Nummer eins konzentriert, nämlich das Verständnis des Problems, des Resilienzproblems, mit dem wir früh konfrontiert wurden. Anfang Januar 2020 haben wir dann verstanden, dass COVID äußerst wichtig ist, und wir nahmen uns der Sache voll und ganz an“, erklärte er.
Dieser frühe Fokus habe es RDIF ermöglicht, so Dmitriev weiter, sich auf die Bereiche zu konzentrieren, die den größten Unterschied machen könnten. Der Fonds habe daher Schnelltests, ein Anti-COVID-Medikament und einen Impfstoff (Sputnik V) finanziert – „drei Kernelemente unseres Beitrags zur Virus-Bekämpfung“.
Der Biontech-Pfizer-Covid-19-Impfstoff wird mit Trockeneis in einer Transportbox im Impfstofflager in Irxleben bei Magdeburg gekühlt. - SNA, 1920, 26.01.2021
Zahlen, Ängste, Impfpässe: Deutschland und Russland im Impf-Vergleich
Die Entwicklung von „Sputnik V“ sei von Anfang von vielen Missverständnissen und Medienangriffen begleitet worden, weshalb die Entwicklung einer klaren und direkten Kommunikationsstrategie äußerst wichtig gewesen sei, sagte der Fondschef. Demnach ist die Widerstandsfähigkeit gegen solche Angriffe eine weitere wichtiger Lehre aus der Pandemie.
„Es ist sehr wichtig, eine direkte Kommunikationsstrategie in der Welt zu entwickeln, deren Aufmerksamkeitsspanne nahe Null liegt, da neue und neue Zyklen entstehen und die Menschen nicht in der Lage sind, sich auf das Wesentliche der Dinge zu konzentrieren.“
Die Pandemie habe auch gezeigt, wie wichtig es ist, die nächsten „Schwarzen Schwäne“ zu sichten und dagegen gemeinsam vorzugehen.

Sputnik V

Der russische Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus, der den Namen „Sputnik V“ erhielt, war vom Gamaleja-Forschungsinstitut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit Unterstützung des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt und im August 2020 vom russischen Gesundheitsministerium registriert worden. Die Effizienz von „Sputnik V“ liegt bei mehr als 90 Prozent.
Der Impfstoff erhielt die Genehmigung von Regulatoren in Russland, Weißrussland, Argentinien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ungarn, Serbien, Bolivien, Algerien, Palästina, Venezuela, Paraguay und Turkmenistan. Initiiert wurde der Prozess der Registrierung des Impfstoffs in der EU und bei der WHO.
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