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So schnell können Hunde neue Wörter lernen – Studie

© SNA / Jewgeni Odinokow / Zur BilddatenbankHund im Wasser
Hund im Wasser - SNA, 1920, 26.01.2021
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Besonders begabte Hunde sind nach Angaben eines ungarischen Forscherteams in der Lage, sich nach nur viermaligem Hören neue Namen von Gegenständen zu merken. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde.
Bereits seit zwei Jahren untersuchen Ethologen von der Eötvös-Loránd-Universität Budapest im Rahmen der Studie „Family Dog Project“ die Fähigkeiten von Vierbeinern, Wörter im Gedächtnis zu behalten. Sie suchen unter anderem weltweit nach „talentierten“ Hunden, die in der Lage sind, sich die Namen von Gegenständen ohne spezielles Training zu merken. Die Hunde tun das beim Spielen mit ihren Besitzern oder während der alltäglichen Routine, so wie es bei Kindern der Fall ist, die in einer Familie aufwachsen.
Vorläufige Daten ergeben, dass die meisten Hunde die Namen von Gegenständen erst nach längerem Training lernen können. Allerdings gibt es offenbar auch Tiere, die außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen.
An dem in der Mitteilung geschilderten Experiment nahmen demnach zwei begabte Hunde teil: Der vier Jahre alte weibliche Border Collie Whisky aus Norwegen und der neun Jahre alte weibliche Yorkshire Terrier Vicky Nina aus Brasilien. Sie wurden auf die Fähigkeit getestet, ein neues Wort zu lernen, nachdem sie es nur viermal gehört hatten, und es mit einem bestimmten Objekt, in diesem Fall mit einem Spielzeug, zu verknüpfen.
Die Forscher wollten wissen, unter welchen Bedingungen begabte Hunde neue Wörter lernen können. „Um dies zu prüfen, haben wir Whiskey und Vicky Nina unter zwei verschiedenen Bedingungen mit neuen Wörtern bekannt gemacht“, wird die Verfasserin der Studie Claudia Fugazza in einer Pressemitteilung der Universität zitiert.

Zwei Überprüfungsmethoden

Zunächst lernten die Hündinnen neue Wörter beim Spielen mit ihren Besitzern, die viermal den Namen eines Spielzeugs nannten. Die zweite Methode war komplexer: Die Forscher setzten sieben Spielzeuge ein, deren Namen die Tiere bereits wussten, sowie ein weiteres Spielzeug, dessen Name zuvor nicht genannt worden war. Die Aufgabe der Hunde bestand darin, das neue Objekt auszuwählen, falls sie einen neuen Namen hörten.
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In beiden Fällen waren die Hündinnen imstande, das neue Spielzeug auswählen, wenn der Besitzer den neuen Namen nannte. Dies bestätige, dass Hunde, genauso wie Kinder, den richtigen Gegenstand durch das Eliminationsverfahren wählen könnten, sind sich die Forscher sicher.
„Es sei zu betonen, dass die Hunde unter beiden Bedingungen den Namen des neuen Spielzeugs nur viermal gehört hatten“, hob Fugazza hervor.
„Dieses schnelle Lernen ähnelt dem, wie menschliche Kinder ihren Wortschatz im Alter von zwei bis drei Jahren erwerben“, betonte Ádám Miklósi, ein weiterer Verfasser der Studie, der den Lehrstuhl für Ethologie an der Universität leitet.

Ohne weitere Übung geht es nicht

Allerdings erwiesen sich die neuerworbenen Kenntnisse selbst bei diesen „begabten“ Hunden als unbeständig: Bei einem Verifizierungstest, der ein paar Minuten nach dem Hören der Namen der Spielzeuge durchgeführt wurde, konnten sie die Gegenstände zwar erfolgreich identifizieren. Wurden die wiederholten Tests zehn Minuten oder eine Stunde später abgehalten, konnten die Hunde die bereits „erlernten“ Wörter nicht mehr erkennen.
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In der Kontrollgruppe, die aus zwanzig „normalen“ Hunden bestand, schaffte es keiner der Vierbeiner, sich die Namen der neuen Gegenstände zu merken. Nach Ansicht der Verfasser der Studie beweist dies, dass nur eine begrenzte Anzahl von besonders begabten Hunden in der Lage ist, neue Wörter zu lernen.
Kürzlich haben die Forscher ein weiteres Projekt mit dem Namen „Genius Dog Challenge“ ins Leben gerufen, das herausfinden soll, wie viele neue Wörter begabte Hunde in kurzer Zeit im Gedächtnis speichern können.
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