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Werden schwangere Eidgenossinnen mit Vorerkrankungen nun doch geimpft?

© REUTERS / YVES HERMANCorona-Impfung (Symbolbild)
Corona-Impfung (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.01.2021
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Die Schweiz impft bereits seit Dezember besonders gefährdete und ältere Menschen. Nach der Impfstrategie des Bundes war ursprünglich vorgesehen, dass sich schwangere und stillende Frauen nicht impfen sollen. Dies wurde nun vom Bundesamt für Gesundheit revidiert: Schwangere Frauen mit Vorbelastungen sollen sich doch impfen können.
In der Schweiz werden Schwangere in Bezug auf die Krankheit Covid-19 als Risikogruppe eingestuft. Dies basiert auf der Beobachtung, dass schwangere Frauen öfter einen schweren Krankheitsverlauf durchlaufen als Frauen im selben Alter. Laut Angaben des „Schweizer Radio und Fernsehens“ (SRF) steige außerdem das Risiko einer Frühgeburt, wenn Schwangere mit dem Coronavirus infiziert seien.

Revision der Empfehlung

Die Behörden haben jedoch bisher Schwangeren empfohlen, sich nicht impfen zu lassen. Diese Empfehlung haben sie jedoch am Montag revidiert: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt, schwangeren Frauen mit chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes sich nun ebenfalls impfen zu lassen.
Auspacken von Kühlkasten mit Impfdosen in einem Stützpunkt schweizerischer Armee - SNA, 1920, 25.01.2021
Heimliche Impfaktion? Schweizer Bundesräte sind schon geimpft
Die Empfehlung gelte bisher explizit für werdende Mütter mit Vorerkrankungen – nicht für alle Schwangere. Das BAG und die Fachgesellschaft für Gynäkologie meinten jedoch, dass die Vor- und Nachteile der Impfung für die betroffenen Personen selbst abgewägt werden müssen. Eine Zurückhaltung lasse sich bisher klar und deutlich feststellen, so das SRF. Die Fachgesellschaft für Gynäkologie begründe diese jedoch mit der fehlenden Forschungs- und Informationslage zu den Nebenwirkungen der Impfung in Bezug auf Schwangerschaft.

Im Frühling weiß man mehr?

Eine Impfung solle zudem erst nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft injiziert werden. Daniel Surbek, Chefarzt der Frauenklinik am Berner Inselspital, hofft dementsprechend, dass bis im Frühling genügend verlässliche Daten über potentielle Nebenwirkungen gesammelt werden können.
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