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Messerattacke in Linienbus von Juli 2020: Mann wegen Mordes vor Gericht

© CC0 / TumisuMesser (Symbolfoto)
Messer (Symbolfoto) - SNA, 1920, 26.01.2021
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Am Kemptener Landgericht beginnt am Dienstagmorgen der Mordprozess gegen einen Mann, dem vorgeworfen wird, vergangenen Sommer in einem Linienbus im Allgäu seine Ehefrau mit einem Küchenmesser attackiert zu haben.
Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Motiv für die Messerattacke Rache gewesen sei. Der Angeklagte habe „einen erheblichen Groll“ gegen seine Frau entwickelt, weil er die Rolle des Familienoberhaupts nicht mehr erfüllen konnte. Der Mann habe gefürchtet, aus diesem Grund an Ansehen zu verlieren, meldet dpa.
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Aus der Sicht der Staatsanwaltschaft plante er, die 27-Jährige in einem Linienbus zu töten, da sie dort nicht mit einer Attacke rechnete. Mit dem Angriff „ohne jegliche Vorwarnung“ habe der Angeklagte seine Frau daher überrascht, kurz bevor sie aussteigen wollte.

Frühere Informationen

Die Attacke hatte sich eigentlich Anfang Juli in einem Linienbus in der Kemptener Straße ereignet. Lokale Medien berichteten damals, dass die Frau mit dem Bus auf dem Heimweg von einem Deutschkurs in Kempten nach Obergünzburg gewesen sei. Der Mann soll mit dem 15 Zentimeter langen Messer elf Mal auf ihren Kopf und Oberkörper eingestochen haben. Die Frau sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, wo die Ärzte sie aber nicht hätten retten können.
Die Attacke im Linienbus mussten laut Medien vier Erwachsene und zehn Schulkinder bzw. Jugendliche im Alter zwischen elf und 18 Jahren mitverfolgen. Sie wurden laut der Polizei psychosozial durch Angehörige des Kriseninterventionsteams betreut.

War der Polizei bekannt

Der Mann war der Polizei bereits seit November 2019 bekannt. Der 38-Jährige mit afghanischer Staatsbürgerschaft soll damals seine Frau nach einem Streit geschlagen und gedroht haben, sie mit einem Messer zu erstechen.
Der Mann habe künftig getrennt von seiner Familie gelebt, jedoch seine Frau immer wieder verbal bedroht. Im Februar 2020 wurde ihm demnach daher verboten, sie zu kontaktieren.
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