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Geheimdienstler als Künstler: Kritiker küren „Artists and Agents“ zur Schau des Jahres

© Foto : HMKV / Chris Franken„Artists and Agents – Performancekunst und Geheimdienste“ des Hartware MedienKunstVereins (HMKV) in Dortmund
„Artists and Agents – Performancekunst und Geheimdienste“ des Hartware MedienKunstVereins (HMKV) in Dortmund - SNA, 1920, 26.01.2021
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Deutschlands Kunstkritiker haben „Artists and Agents – Performancekunst und Geheimdienste“ des Hartware MedienKunstVereins (HMKV) in Dortmund zur „Ausstellung des Jahres“ erklärt. Das teilte die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbands AICA mit Sitz in Köln mit.
Wie liquidiert man eine subversive Kunstszene? Die Spitzel der Staatssicherheitsorgane müssen selbst zum Performance-Künstler werden! Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls beleuchtet die seit Herbst 2019 geöffnete Dortmunder Ausstellung das Zusammenspiel zwischen Geheimdiensten und der Performancekunst. Diese Kunstform erschien den kommunistischen Staaten Osteuropas als besonders unkalkulierbar, westlich und somit dekadent.

Einsatz geheimdienstlicher Methoden hochaktuell

Die von Inke Arns, Kata Krasznahorkai und Sylvia Sasse kuratierte Ausstellung versammelt nach eigenen Angaben noch nie gezeigte Beispiele künstlerischer Subversion und geheimdienstlicher Unterwanderung. Neuere Arbeiten der Schau würden zeigen, dass die Frage nach dem zunehmenden Einsatz geheimdienstlicher Methoden in Politik und Alltag hochaktuell sei, so die Ausstellungsmacher.
Die Arbeiten von Künstlern aus Bulgarien, Deutschland, Chile, Kroatien, der Tschechischen Republik, Polen, Rumänien, Russland, Ungarn, und den USA sind derzeit noch online zu sehen.
Die Schau des HMKV entstand in Kooperation mit dem Slavischen Seminar der Universität Zürich. Das Projekt basiert auf Ergebnissen des mehrjährigen Forschungsprojekts „Performance Art in Eastern Europe 1950–1990. History and Theory”, das vom European Research Council (ERC) finanziert wurde.
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Weitere Ehrungen der AICA-Kunstkritik

Den Titel „Besondere Ausstellung“ der Kunstkritiker bekam das Brücke-Museum Berlin für die Schau „Bonzo’s Dream“ mit Werken der in Guatemala lebenden Malerin Vivian Suter. Die 1949 geborene Künstlerin und ihre mittlerweile gestorbene Mutter Elisabeth Wild hätten mit ihren Gemälden für eine Wiederbelebung der Farben und Formen der expressionistischen Brücke-Künstler gesorgt.
In der deutschen AICA-Sektion sind rund 220 Autoren, Journalisten und Publizisten vertreten, weltweit hat der verband etwa 5000 Mitglieder. Ihre undotierten Auszeichnungen werden jährlich vergeben – in diesem Jahr wählten die deutschen Kunstkritiker zudem das Bauhaus Museum in Dessau zum „Museum des Jahres“.
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