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Wieder Thema: Mega-Bahntunnel zwischen EU-Ländern unterhalb der Ostsee

© SNA / Artjom SchitenjowOstsee-Küste nahe Tallinn (Archivbild)
Ostsee-Küste nahe Tallinn (Archivbild) - SNA, 1920, 26.01.2021
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Estlands neue Regierung will Gespräche über den Bau eines Bahntunnels zwischen Tallinn und Helsinki wieder aufnehmen. Die mehr als 100 Kilometer lange Trasse unterhalb der Ostsee wäre dann der längste Unterwassertunnel der Welt. Ein Investor aus China bietet das Geld für das Projekt: 17 Milliarden Dollar.
Die Idee, einen Bahntunnel zwischen der finnischen Hauptstadt Helsinki und der estnischen Hauptstadt Tallinn unter der Ostsee zu verlegen, kam seit dem Jahr 2000 immer wieder auf und wurde seitdem auch immer wieder verworfen. Die neue estnische Regierung hat das Tunnelprojekt in einer Sitzung am Sonntag in ihr Regierungsprogramm aufgenommen, wie die Agentur „Bloomberg“ berichtet. Man wolle auf nationaler Ebene mit Finnland darüber sprechen. Allerdings muss das neue estnische Kabinett vorher erst vom Parlament des Landes bestätigt werden.
Über 100 Kilometer lang müsste der Tunnel sein – und würde damit zum längsten unter Wasser gebauten Bahntunnel der Welt. Sogar eine künstliche Insel wäre dafür aufzuschütten.
Der finnische Unternehmer Peter Vesterbacka hatte bereits vom chinesischen Investor Touchstone Capital Partners eine Zusage über 17 Milliarden Dollar für den Bau des Tunnels erhalten. Jedoch lehnte Estland – ein EU- und Nato-Mitglied – die Pläne eines chinesisch finanzierten Mega-Projekts aufgrund von Sicherheitsbedenken ab. Die finnische Regierung bekräftigte letztes Jahr, sie werde keine öffentlichen Mittel für das Tunnelprojekt bereitstellen. Mit der Wiederaufnahme von binationalen Gesprächen zwischen Tallinn und Helsinki über das Tunnelprojekt könnte also auch die Finanzierungszusage des chinesischen Investors wieder auf die Agenda kommen.
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