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Trotz Corona – neue Höchststände bei Preisen für Eigentumswohnungen

© REUTERS / FABRIZIO BENSCHMehrfamilienhäuser in der Leipziger Straße
Mehrfamilienhäuser in der Leipziger Straße - SNA, 1920, 25.01.2021
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Die Preise für Eigentumswohnungen sind 2020 im Vergleich zum Vorjahr in den meisten deutschen Städten gestiegen. Dies ergab eine Auswertung des Portals Immowelt.
Die Corona-Krise hat sich bislang nicht preissenkend auf dem Immobilienmarkt bemerkbar gemacht. Im Gegenteil: Im vergangenen Krisenjahr kletterten die Kaufpreise von Eigentumswohnungen in 75 der 81 deutschen Großstädte weiter nach oben – teilweise um über 30 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Online-Portals Immowelt. Dafür wurde die Entwicklung der Angebotspreise von Eigentumswohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) untersucht.

Teuerste Städte noch einmal teurer

Demnach haben die Preise auch in den teuren Metropolen nochmal kräftig angezogen. In München, der mit Abstand teuersten Großstadt, müssen Käufer nach einem Plus von acht Prozent aktuell 8150 Euro pro Quadratmeter zahlen. 2019 waren es hingegen noch im Median 7580 Euro. In Hamburg wurde im vergangenen Jahr ebenso ein neuer Höchstwert erreicht: In der Hansestadt kostet der Quadratmeter inzwischen 5270 Euro – ein Anstieg von 14 Prozent binnen eines Jahres.

Berlin holt weiter auf – Potsdam im Schlepptau

Etwas weniger zahlen Wohnungskäufer in Berlin, doch auch in der Hauptstadt verteuern sich Eigentumswohnungen weiter: plus 11 Prozent auf 4640 Euro. Die Preisrallye in Berlin hat zudem Einfluss auf das benachbarte Potsdam, was zu einem der stärksten Anstiege aller Großstädte führt. Von 2019 auf 2020 haben sich die Kaufpreise dort um 26 Prozent erhöht. Das Preisniveau ist mit 4520 Euro pro Quadratmeter nur noch knapp unter Berlin.

Wohnraum – Mangelware

„Im Gegensatz zu anderen Geldanlagen hat sich in der Corona-Pandemie gezeigt, dass der Immobilienmarkt krisenfest ist und die Preise nicht sinken. Im Gegenteil: Selbst im vergangenen Jahr beobachten wir teils kräftige Preisanstiege.“

Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler
CEO von immowelt
„Die Anstiege hängen vor allem mit der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum zusammen. Besonders in den beliebten Großstädten ist dieser nach wie vor Mangelware. Daran hat auch die Corona-Krise nichts geändert.“

Frankfurt: 1000 Euro mehr pro Quadratmeter als 2019

Mit großem Abstand hinter München liegt Frankfurt auf Platz zwei der teuersten Standorte. Doch die Finanzmetropole holte im Jahr 2020 gewaltig auf. Innerhalb eines Jahres verteuerten sich die Angebotspreise um 22 Prozent. Der Quadratmeter kostet aktuell 5980 Euro und damit über 1000 Euro mehr als noch 2019. Das liegt zum einen an der großen Anzahl an teuren Neubauwohnungen, die verstärkt auf den Markt drängen. Zum anderen ist auch in Frankfurt die Nachfrage nach Wohnraum ungebrochen. Der Brexit hat diese nochmals befeuert, denn Frankfurt könnte die Rolle von London als Dreh- und Angelpunkt der Finanzbranche übernehmen. Zahlreiche Banken haben bereits ihre Arbeitsplätze in Frankfurt aufgestockt, weitere könnten in diesem Jahr folgen.

Teures Wohnen in Bayern und Baden-Württemberg

In Stuttgart ist der Anstieg mit elf Prozent zwar deutlich geringer, doch die Landeshauptstadt zählt mit Quadratmeterpreisen von 4800 Euro nach wie vor zu den teuersten Städten des Landes. Etwas mehr müssen Käufer sogar in der Universitätsstadt Freiburg (plus neun Prozent) zahlen, wo der Quadratmeterpreis bei 4980 Euro liegt. Generell verzeichnen neben den Metropolen vor allem kleinere bayerische und baden-württembergische Städte hohe Preise. Ingolstadt (plus fünf Prozent), Regensburg (plus zwei Prozent), Erlangen (minus ein Prozent) und Heidelberg (null Prozent) bleiben trotz geringer Veränderungen mit Preisen jenseits der 4000-Euro-Marke in den Top 15 der teuersten Städte.

Größte Anstiege in NRW und im Osten

Deutlich preiswerter ist es laut Immowelt-Analyse im Ruhrgebiet und im Osten Deutschlands. Allerdings holen die Städte allmählich auf: Mit einem Plus von 36 Prozent verteuern sich Immobilien in Herne prozentual deutschlandweit am stärksten. Das Preisniveau ist allerdings vergleichsweise niedrig. Trotz großem Anstieg werden aktuell Quadratmeterpreise von im Median 1540 Euro verlangt. Ähnliche Kaufpreise werden in Recklinghausen (plus 23 Prozent), Hamm (plus 22 Prozent) und Wuppertal (plus 21 Prozent) aufgerufen.
Etwas teurer sind Immobilien in ostdeutschen Großstädten. Die beliebten Großstädte Leipzig (plus 21 Prozent) und Dresden (plus 18 Prozent) befinden sich weiter im Aufwind – die Einwohnerzahlen und damit die Nachfrage nach Wohnraum steigen. Der Quadratmeter kostet inzwischen 2500 Euro in Leipzig und 2610 Euro in Dresden. Einen noch größeren Anstieg verbucht Halle an der Saale (plus 27 Prozent), wo Eigentumswohnungen nun 2240 Euro pro Quadratmeter kosten. Hier ist ein Nachzugeffekt aufgrund der steigenden Preise im nahegelegenen Leipzig zu vermuten.
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