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Heimliche Impfaktion? Schweizer Bundesräte sind schon geimpft

© REUTERS / VBS / DDPS / Handout / Clemens LaubAuspacken von Kühlkasten mit Impfdosen in einem Stützpunkt schweizerischer Armee
Auspacken von Kühlkasten mit Impfdosen in einem Stützpunkt schweizerischer Armee - SNA, 1920, 25.01.2021
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In einer Impfaktion haben sich Schweizer Medienberichten zufolge einige Bundesräte bereits Mitte Januar geimpft. Wer geimpft worden ist, sei noch nicht klar, doch der Regierungssprecher, André Simonazzi, bestätigte, dass sich mehrere hochrangige Schweizer Politiker haben impfen lassen.
Am 19. Dezember fing die Schweiz an, besonders gefährdete Menschen sowie ältere Leute zu impfen. Konkret wurden alle Personen über 75 Jahren, sowie Personen mit chronischen Erkrankungen, Patienten in Pflegeheimen und das dort arbeitende Personal aufgefordert, sich für einen Impftermin anzumelden. Seit dem 12. Januar ist auch der zweite Impfstoff von der Firma Moderna schweizweit zugelassen.

Bundesrat bereits geimpft?

Anfang letzter Woche schrieb die Regionalzeitung „Tagblatt“ aus dem Kanton St. Gallen, dass Schweizer Regierungschefs ebenfalls zu Teilen geimpft worden seien. Das, obwohl nur einer der sieben Bundesräte über 70 Jahre alt ist. Regierungssprecher André Simonazzi bestätigte diese Information auf Anfrage der Schweizer Medienagentur „Keystonde-SDA“.
Wie viele der sieben Regierungsmitgliedern sich haben impfen lassen, sei bisher noch unbekannt. Zudem sollen auch andere hochrangige Politiker in der Bundeskanzlei bei der Verabreichung der Impfung anwesend gewesen sein: so beispielsweise auch Bundeskanzler Walter Thurnherr sowie zwei andere Vizekanzler.
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Kritik an der Regierung

Dass sich der Bundesrat einigermaßen heimlich und so früh impfen lassen hat, bewirkte auch Kritik. So schreibt Pascal Hollenstein, Leiter in Publizistik der Schweizer Medien, im „Tagblatt“, dass der Bund sich sowohl über die Prioritätenliste als auch über das Prinzip der Gleichheit hinwegsetzt. Zwar wäre es sinnvoll, sich als Exekutive des Landes vorrangig impfen zu lassen, dennoch werfe der jetzige Zeitpunkt Fragen auf.
„Polemisch ausgedrückt: Die Bundesräte nehmen in extremis den Tod von schwächeren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Kauf, um ihre eigene Haut zu retten. Das ist ein Grad an Zweiklassenmedizin, wie ihn unser Land in dieser Kälte noch nie gesehen hat.“

Schweiz impft durch

Bis zum 21. Januar wurden 169.783 Schweizer geimpft. Insgesamt verfüge die Schweiz über fast 500.000 Impfdosen. Vertraglich habe die Schweiz jedoch bereits über 12 Millionen Impfdosen reserviert – auch von Impfstoffen, die noch keine Zulassung erhalten hätten.
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