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Schweizer Homeoffice-Pflicht: Auch Auszubildende hart getroffen

© REUTERS / ARND WIEGMANNGeschlossene Geschäfte in Zürich während des Teil-Lockdowns in der Schweiz, 25. Januar 2021
Geschlossene Geschäfte in Zürich während des Teil-Lockdowns in der Schweiz, 25. Januar 2021 - SNA, 1920, 25.01.2021
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Seit dem 18. Januar gilt in der Schweiz eine Homeoffice-Pflicht, in der Hoffnung, möglichst viele Kontakte zu reduzieren. Was bedeutet das für Berufseinsteiger und Auszubildende? Bildungsprofessorin Ursula Renold untersucht die Auswirkungen der Pandemie auf die Lernenden.

Was bedeutet das für Berufseinsteiger und Auszubildende?

Seit bald einer Woche befindet sich die Schweiz im harten Shutdown. Das hieß für viele Arbeitnehmer auch eine Umstellung auf das Arbeiten zu Hause: Die Bundesregierung ordnete am 18. Januar eine Homeoffice-Pflicht an. Damit setzte die Schweiz noch mehr Arbeitnehmer in die eigenen vier Wände als zuvor – auch wenn viele Betriebe bereits im März oder April auf das Homeoffice umgestiegen sind.
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Pandemie für Lernende

Vom Homeoffice sind jedoch nicht nur die langjährigen Mitarbeiter von Firmen betroffen, sondern auch die Berufseinsteiger und die Auszubildenden. Dies sei durchaus nicht einfach für die Lehrlinge, sagt Ursula Renold, Bildungsprofessorin der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), dem „Schweizer Radio und Fernsehen“. Seit April untersucht sie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Lernende der Schweiz.
Es ist nicht einfach, insbesondere Lernende im ersten Lehrjahr von zu Hause aus zu betreuen. Die Berufsbildner sind ebenfalls zu Hause.“
Vieles würden die Auszubildenden durch ihre Zeit zuhause verpassen. Je länger der Shutdown und die damit verbundenen Maßnahmen andauern, desto schwerer werde es, den Stoff aufzuholen. Renolds Umfragen ergeben, dass auch die Firmen immer weniger Hoffnung hätten, dass ihre jüngsten Mitarbeiten die Fähigkeit hätten, alles aufzuholen.
Vieles lasse sich zwar nicht vergleichen, erklärt Renold. So wären Auszubildende je nach Branche und Persönlichkeit unterschiedlich schwer von den pandemiebedingten Umständen betroffen. Für viele funktioniere das Lernen von Zuhause aus gut, doch für Chancengleichheit stehe es nicht: „Jugendliche, welche ohnehin bereits zu den Schwächeren gehören, haben in dieser Zeit noch größere Mühe, flexibel und rasch reagieren zu können.“

Prüfungen verbunden mit Fragen

Zudem kommen Lernabschlussprüfungen, die bald in der gesamten Schweiz anstehen. In diesem Zusammenhang seien noch viele Fragen nicht zu beantworten. So könne man bisher nichts über die Form der Prüfungen sagen, geschweige denn ob diese überhaupt stattfinden können. Eine Vereinfachung der Prüfungen stehe beispielsweise zur Debatte.
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