Nachtnews: Biden macht Aufhebung von Einreisesperre rückgängig, Krawalle in Holland

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 25.01.2021
Biden macht Aufhebung von Einreisesperre rückgängig; Bundesregierung befürchtet Angriffe auf Impfzentren; Krawalle wegen Ausgangssperre in Holland; Mutation wird in Deutschland dominante Form werden, sagt Braun; Gewerkschaften und Verbände fordern deutliche Hartz-IV-Erhöhung; Portugals Staatsoberhaupt wiedergewählt
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

Biden macht Aufhebung von Einreisesperre rückgängig

Der neue US-Präsident Joe Biden macht die von seinem Amtsvorgänger Donald Trump verfügte Aufhebung der Einreisesperre für Reisende aus einem Großteil Europas rückgängig. Wie ein Mitarbeiter des Weißen Hauses mitteilte, bleiben die Einreiseverbote für Reisende aus einem Großteil der EU sowie aus Großbritannien in Kraft. Trump hatte kurz vor Ende seiner Amtszeit ein Ende der Einreiseverbote für Reisende aus dem Schengen-Raum, Großbritannien und Irland zum 26. Januar angeordnet.

Bundesregierung befürchtet Angriffe auf Impfzentren

Die Bundesregierung stellt sich auf mögliche Angriffe auf Impfzentren, Impfstofftransporte oder auch Hersteller von Corona-Impfstoffen ein. Zwar gebe es bisher keine konkreten Hinweise darauf, aber es bestehe wegen „der großen medialen Präsenz sowie der hohen Dynamik und Emotionalität“ des Themas eine „abstrakte Gefährdung“ der genannten Einrichtungen, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. Personen könnten versuchen, in die Einrichtungen einzudringen, um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen.

Krawalle wegen Ausgangssperre in Holland

Die Corona-bedingte Ausgangssperre hat in den Niederlanden zu Protesten und Krawallen geführt. Kurz vor Beginn der Ausgangssperre um 21 Uhr am Sonntag kam es nach Angaben der Polizei in etwa zehn Städten zu Ausschreitungen. Polizisten wurden mit Feuerwerkskörpern und Steinen beworfen. In Den Haag wurden auch Autos in Brand gesteckt. Unruhen wurden unter anderem auch aus Tilburg, Enschede, Venlo, Roermond, Breda, Arnheim und Apeldoorn gemeldet. Jugendliche setzten ein Corona-Testzentrum des Gesundheitsamtes in Brand, berichtet die Polizei. Auf einem Platz im Zentrum von Amsterdam setzte die Polizei nach Medienangaben Hunde und einen Wasserwerfer ein, um eine Protestversammlung von rund 1500 Menschen aufzulösen. Mindestens hundert Menschen wurden in der Stadt festgenommen. Am Samstagabend trat erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre in Kraft.

Mutation wird in Deutschland dominante Form werden, sagt Braun

Kanzleramtschef Helge Braun geht davon aus, dass die vor allem in Großbritannien verbreitete Mutation des Coronavirus auch in Deutschland die dominante Form werden wird. Man sehe ja im Moment, dass man es jetzt in mehreren Krankenhäusern schon mit der Mutante zu tun habe. „Das heißt, dass sie bei uns im Land angekommen ist, und deshalb wird sie irgendwann so wie in anderen Ländern dann auch die Führung übernehmen und Probleme machen“, sagte Braun in der ARD.
Coronavirus-Abart (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.01.2021
Wissenschaftler der Bundeswehr suchen nach weiteren Corona-Mutationen

Gewerkschaften und Verbände fordern deutliche Hartz-IV-Erhöhung

Ein breites Bündnis von 36 Gewerkschaften und Verbänden fordert angesichts der Corona-Pandemie eine Anhebung der Regelsätze von Hartz IV und Altersgrundsicherung auf mindestens 600 Euro sowie sofortige zusätzliche Corona-Hilfen für arme Menschen. Zu den Unterzeichnern der Forderung gehören unter anderem die Gewerkschaft verdi, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Awo, der Sozialverband VdK und die Diakonie. Unterstützung erhielt das Bündnis von der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Katja Mast. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen „treffen die Schwächsten am stärksten“, sagte Mast der dpa.

Portugals Staatsoberhaupt wiedergewählt

Der konservative Politiker Marcelo Rebelo de Sousa ist als Portugals Staatsoberhaupt wiedergewählt worden. Bei der Präsidentenwahl in dem von der Corona-Krise besonders heftig getroffenen Land kam der 72-Jährige auf gut 61 Prozent. Dies teilte die nationale Wahlbehörde CNE in Lissabon nach Auszählung von mehr als 99 Prozent aller Stimmen mit. Der frühere Jura-Professor und TV-Journalist holte diesmal neun Prozentpunkte mehr als bei seinem ersten Sieg vor fünf Jahren. Rebelo de Sousa bleibt damit bis 2026 im Amt.
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