Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Energiefrage entscheidet Deutschland selbst: Laschet hält an Position zu Nord Stream 2 fest

© REUTERS / POOLCDU-Parteichef Armin Laschet
CDU-Parteichef Armin Laschet - SNA, 1920, 25.01.2021
Abonnieren
Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat in einer Pressekonferenz seine Position zu dem umstrittenen Pipeline-Projekt Nord Stream 2 geäußert. Demnach entscheidet die Bundesregierung in der Energiefrage selbstständig und lässt sich diesbezüglich von der Haltung der USA nicht beeinflussen.
„Die Energieversorgung Deutschlands ist eine wichtige Frage, die beantwortet werden muss. Die Amerikaner haben ihre Position, die ist übrigens unabhängig von Republikanern und Demokraten immer schon deutlich gewesen, aber meine Position ist da eindeutig“, betonte Laschet auch in Bezug auf die Absicht der Bundesregierung, die Gasleitung fertigstellen zu wollen.
Er verwies ferner auf Russland als langjährigen außenpolitischen Partner, mit dem es wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Austausch gebe. „Wir haben seit 50 Jahren Energieversorgung, auch in den härtesten Zeiten des Kalten Krieges.“
Laschet betonte die Wichtigkeit eines Dialogs mit Russland, denn nur so könnten global Erfolge erzielt werden. „Ich finde, man muss eine klare Position haben – ich habe den Fall Nawalny eben genannt –, was unsere Werteposition ist, aber man muss trotzdem Felder suchen, wo man kooperiert.“
Ein Pariser Klimaschutzabkommen ohne Russland habe nur die halbe Wirkung, argumentierte er. Deshalb sei das beispielweise ein Feld, wo Berlin und Moskau miteinander kooperieren müssten, um gute Lösungen erreichen zu können.

Energiefragen mit USA erörtern

Die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit der neuen US-Regierung die künftige Zusammenarbeit zu umreißen, begrüßte der CDU-Chef und zeigte unter anderem Verständnis für die Länder, die sich von Russland eingeschüchtert fühlen. Er sei lange genug im Europäischen Parlament gewesen, um die besonderen Sorgen der baltischen Staaten, der Polen und auch der Ukraine zu kennen, so Laschet.
„Deshalb ist es gut, dass die Bundesrepublik Deutschland die Garantie für die Ukraine in weiteren Abkommen (bezüglich der Energieversorgung – Anm. d. Red.) abgegeben hat. Wir haben den genauen geopolitischen Blick immer gehabt. Natürlich ist es gut, wenn die Bundeskanzlerin mit dem neuen Präsidenten die Breite der Beziehungen erörtert.“
An dieser Stelle erinnerte er daran, dass auch die USA energiepolitisch mit Russland zusammenarbeiten würden. Die USA würden großen Mengen an Energie auch aus Russland beziehen. Man wird in aller Breite über die Ausrichtung der Beziehungen sprechen, sagte der CDU-Politiker und fügte hinzu: „Nur die Frage der Energieversorgung Deutschlands ist am Ende eine Frage, die Deutschland im europäischen Kontext entscheidet.“
Die Pipeline zwischen Russland und Deutschland ist fast fertig, es fehlen nur noch wenige Kilometer in dänischen und deutschen Gewässern. Die USA wollen die Vollendung der Pipeline mit Sanktionen verhindern, auch einige osteuropäische Staaten kritisieren den Bau. Sie argumentieren, dass die Gasleitung Europa in eine zu große Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen bringe. Befürworter der Pipeline werfen den USA vor, nur ihr Flüssiggas besser verkaufen zu wollen.
Annalena Baerbock (Archivbild) - SNA, 1920, 24.01.2021
„Absolut fatales Projekt“: Grünen-Politikerin Baerbock fordert Ende von Nord Stream 2
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала