Geflügelpest in der Prignitz nachgewiesen – 16.000 Puten gekeult

CC0 / Alexas_Fotos/pixabay / Puten (Symbolbild)
Puten (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.01.2021
In einer gewerblichen Putenmast im Landkreis Prignitz ist der hochpathogene Geflügelpesterreger H5N8 nachgewiesen worden. Wie das brandenburgische Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, wurden etwa 16.000 Puten in dem Betrieb auf Anordnung des zuständigen Veterinäramtes getötet.
Es ist der zweite Fall in einem Nutzgeflügelbestand in diesem Herbst und Winter im Land Brandenburg. In dem Betrieb waren zunächst erhöhte Tierverluste aufgetreten. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg wies zunächst das Aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5N8 nach. Später bestätigte das nationale Referenzlabor (Friedrich-Loeffler-Institut), dass es sich um die hochpathogene Variante des Virus handelt.
„Die Ursache für die Infektion wird derzeit ermittelt“, sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher.
Nach Informationen des Ministeriums wurden alle erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Geflügelpest eingeleitet. Das Veterinäramt des betroffenen Landkreises Prignitz habe im Einklang mit der Geflügelpest-Verordnung einen Sperrbezirk im Radius von mindestens drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand eingerichtet.
Ein Gefluegelpestwarnschild - SNA, 1920, 25.12.2020
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„Dieser erneute Fall zeigt: die Seuchensituation ist weiterhin sehr angespannt“, sagte Ministerin Nonnemacher.
Dafür spreche auch, dass der Geflügelpest-Erreger nach wie vor bei toten Wildvögeln insbesondere in der Küstenregion, aber auch bundesweit nachgewiesen werde.
Der Geflügelpesterreger H5N8 war Ende Dezember 2020 in einer Kleinsthaltung im Landkreis Spree-Neiße bestätigt worden. Außerdem wurde das Virus bislang bei sechs Wildvögeln in Brandenburg nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut schätzt die Gefahr des Eindringens des Geflügelpesterregers in Geflügelhaltungen hoch ein.
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