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Merkel muss noch warten: Biden telefoniert mit Macron – Mossad-Chef als erster Israeli willkommen

© AFP 2021 / JOHANNES EISELEUS-Vizepräsident Joe Biden und Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen am 1. Februar 2013 vor der Münchner Sicherheitskonferenz im Kanzleramt in Berlin vor Journalisten. Archivbild.
US-Vizepräsident Joe Biden und Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen am 1. Februar 2013 vor der Münchner Sicherheitskonferenz im Kanzleramt in Berlin vor Journalisten. Archivbild. - SNA, 1920, 25.01.2021
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Mehr militärisches Engagement und „ein neues Kapitel deutsch-amerikanischer Freundschaft und Zusammenarbeit“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dem neuen US-Präsidenten Joe Biden bereits öffentlich versprochen. Doch auf ein persönliches Telefonat muss Merkel offenbar noch warten.
Dafür hat Biden am Sonntag bereits mit dem französischen Staatschef Emmanuel Macron telefoniert und für die Stärkung der bilateralen Beziehungen „mit unserem ältesten Verbündeten“ plädiert, wie das Weiße Haus am Sonntagabend meldete. Auch versicherte Biden sein Engagement für die Stärkung der transatlantischen Beziehungen, auch durch die Nato und die Partnerschaft der Vereinigten Staaten mit der Europäischen Union, und zwar bei den Themen „China, Naher Osten, Russland und die Sahelzone“. Vom Elysee-Palast hieß es, die beiden Staatschefs hätten auch ihre Bereitschaft bekundet, gemeinsam für den Frieden im Nahen und Mittleren Osten zu handeln, insbesondere in der iranischen Atomfrage. Einig seien sie sich beim Thema Klimawandel und Bekämpfung der Corona-Pandemie.
Am Samstag hatte Biden, der am vergangenen Mittwoch als Präsident vereidigt wurde, mit dem britischen Premierminister Boris Johnson telefoniert. Zuvor hatte er bereits mit seinen Kollegen in Kanada und Mexiko gesprochen. Nach Angaben der beiden Seiten sprachen etwa Biden und der kanadische Premier Justin Trudeau über den Stopp der Pipeline Keystone XL zwischen den USA und Kanada, der von Biden wenige Stunden nach seiner Vereidigung entschieden wurde. Trudeau habe Biden seine Enttäuschung über diesen Schritt mitgeteilt. Ottawa befürwortet die Pipeline, die Öl aus Teersandvorkommen in der kanadischen Provinz Alberta zu Raffinerien im US-Bundesstaat Texas befördern sollte. Genehmigt wurde die Pipeline von den kanadischen Aufsichtsbehörden schon 2010.
US-Vizepräsident Joe Biden und der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu geben sich am 9. März 2016 im Büro des Premierministers in Jerusalem die Hand, während sie gemeinsame Erklärungen abgeben Besuch.  - SNA, 1920, 22.01.2021
All die Juden in Bidens Administration: Zeitung freut sich auf „traditionelle proisraelische Linien“
Parallel freuen sich die israelischen Zeitungen auf das persönliche Treffen von Biden mit dem Mossad-Chef Yossi Cohen, der im kommenden Monat als erster hochrangiger Israeli in Washington mit Biden sprechen soll. Cohen soll etwa Biden die Forderungen nach einer neuen Version des iranischen Atomabkommens darlegen. Es wird auch erwartet, dass Yossi Cohen sich mit dem neuen CIA-Chef David Cohen treffen wird. Laut „The Times of Israel“ befasst sich David Cohen, wie schon unter Präsident Barack Obama, „seit langem mit jüdischen Anliegen und Themen“. Er habe sich bewährt, mit ihm habe Bidens CIA wieder „einen Top-Experten für die Iran-Themen“.

Angela Merkel bekennt sich erneut „zu mehr Verantwortung“ seitens Deutschland und Europa

Über ein derartiges Gespräch zwischen Merkel und Biden ist bisher nichts bekannt. Steht sie auf seiner Prioritätenliste nicht ganz oben? Am letzten Donnerstag, also am Tag nach der Vereidigung Bidens, hatte sich die deutsche Regierungschefin noch auf gemeinsame Reparaturarbeiten gefreut und Biden in Berlin ein stärkeres internationales Engagement Deutschlands und Europas versprochen – auch militärisch. „Europa wird insgesamt mehr Verantwortung übernehmen müssen, das gilt nicht nur militärisch, sondern das gilt auch im diplomatischen Bereich und in vielen anderen Dingen“, so die CDU-Politikerin. „Die gute Nachricht ist ja: Wir in Deutschland sind dazu bereit und die Europäische Union ist dazu auch bereit.“ Es handele sich um „ein neues Kapitel deutsch-amerikanischer Freundschaft und Zusammenarbeit“.
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