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Bricht bis zu vier Meter dickes Eis: „Lider“ – der größte Atom-Eisbrecher der Welt

© Foto : ZKB „Aisberg“Konzeptmodell vom russischen Eisbrecher Lider
Konzeptmodell vom russischen Eisbrecher Lider - SNA, 1920, 23.01.2021
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Bei Atom-Eisbrechern schlägt Russland weiterhin seine eigenen Rekorde. War das Schiff „Arktika“ bereits imposant, so wird „Lider“ neue Maßstäbe setzen – sowohl in Bezug auf seine Größe als auch Antriebstechnik. Mit zwei mächtigen Atomreaktoren soll es Eisschichten bis zu vier Meter Dicke durchbrechen. Details zum Megaschiff finden sich hier.
In der fernöstlichen Werft „Swesda“ wird die nächste Generation der russischen Eisbrecher vorbereitet. Sie trägt den Projektnamen „10510 ‚Lider‘“ ( aus dem Engl.: „Leader“) und wird den ebenfalls russischen bisherigen Rekordhalter „Arktika“ übertreffen.

30 Meter länger als der Vorgänger

„Lider“ soll 71.380 Tonnen Wasser verdrängen können und über eine Länge von 209, eine Breite von 47,7 und einem Tiefgang von 13 Metern verfügen. Zum Vergleich: Der Atom-Eisbrecher „Arktika“ verdrängt geplant 33.000 Tonnen Wasser und ist 173 Meter lang und 34 Meter breit. Seine erste Testfahrt hatte „Arktika“ Ende 2019 erfolgreich absolviert, ist seit Oktober in Betrieb und soll bald im hohen Norden über der Region Krasnojarsk im Eisbrechen erprobt werden.

Zwei mächtige Atomreaktoren an Bord

Auch der Antrieb von „Lider“ soll mächtiger ausfallen: Zwei RITM-400-Atomreaktoren sollen diesen besorgen, die jeweils 315 Megawatt thermische Leistung aufbringen können. Davon kommen bis zu 120 Megawatt in den Schiffspropellern an und sorgen für die Kraft zum Eisbrechen. Bis zu acht Monate soll das einmal mit Atombrennstoff befüllte Schiff autonom auf den Weltmeeren verkehren können. Das Schiff kann damit theoretisch ohne Zwischenstopp jeden Ort in der Welt erreichen. Zum Vergleich: Bei „Arktika“ kommen zwei RITM-200-Atomreaktoren mit je 175 Megawatt Wärmeleistung zum Einsatz und etwa 40 Megawatt treiben die Schiffspropeller an.
Stapellauf vom Eisbrecher „Sewernyj Poljus“  in St. Petersburg am 18. Dezember 2020 - SNA, 1920, 24.12.2020
Ein Pottwal aus Stahl fürs Ewige Eis: Russische Forschungsplattform „Sewernyj Poljus“

Brechkraft bis zu vier Meter

Verkehren soll das Schiff in Gewässern mit einer Eisdicke von durchschnittlich zwei Metern. Es soll aber auch bei geringerer Geschwindigkeit Eisschichten bis zu 4,3 Meter zerteilen können. Der Kanal im Eis, den das Schiff beim Vordringen hinterlässt, soll an die 50 Meter breit sein. Solche Kanäle sollen über das ganze Jahr im Arktischen Ozean als Passagen für Transportschiffe mit mehr als 100.000 Tonnen Ladekapazität dienen.
Die Kosten für das Riesenschiff betragen an die 127 Milliarden Rubel ( circa 1,6 Milliarden Euro). Der erste seiner Art soll bis spätestens 2027 fertiggestellt sein. Zum Jahr 2033 sollen laut Plan bereits drei Schiffe der „Lider“-Klasse in der Arktis zum Einsatz kommen.
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