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Wegen Impfneid? Pflegeheim in Österreich entsorgt Impfdosen im Müll – Medien

© REUTERS / HENDRIK SCHMIDTImpfung in Deutschland
Impfung in Deutschland - SNA, 1920, 23.01.2021
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In einem Pflegeheim in Ostösterreich sind laut einem Medienbericht von Samstag fünf ungenutzte Impfdosen auf Anweisung der Heimleitung einfach weggeworfen worden.
Damit habe die Diskussion um die Frage, wer, wann und wo erlaubterweise geimpft werden dürfe, einen neuen Höhepunkt erreicht, berichtet der „Kurier“ unter Verweis auf einen in den Skandal verwickelten Arzt, der anonym bleiben wollte.
In dem besagten Pflegeheim seien an einem Tag ältere Bewohner geimpft worden – fünf Impfdosen seien dabei übriggeblieben. Im Gespräch mit der Impfärztin und dem Arzt-Informanten war dann angedacht, dass dieser durch die Ärztin geimpft werden soll. Da der Arzt regelmäßige Termine im Heim habe, sei die Impfung als sinnvoll erachtet worden, hieß es.
In diesem Augenblick habe eine anwesende Heimschwester Einspruch erhoben: Es sei nicht gestattet, fremde Personen zu impfen. Weil die beiden Ärzte diese Aussage nicht glauben wollten, wurde von der Schwester nochmals Rücksprache mit dem Heimleiter gehalten. Doch dieser sei bei seiner Anordnung geblieben. Und vor den Augen der beiden Ärzte seien die fünf Impfdosen weggeschmissen worden.
Die Ereignisse sollen sich laut dem „Kurier“ bereits in der Vorwoche abgespielt haben - zu einem Zeitpunkt, als die ersten Fälle von geimpften Bürgermeistern aus Oberösterreich oder Vorarlberg noch gar nicht bekannt waren.

„Schreckliche Verunsicherung“

Der Arzt, der aufgrund des Vorgangs fassungslos war, habe sich daraufhin an den „Kurier“ gewandt, „weil er auf die schreckliche Verunsicherung im Umgang mit derartigen Entscheidungen aufmerksam machen wollte, nicht um im konkreten Fall einen Sündenbock anzuprangern“, hieß es weiter.
Im Nachhinein sei der Arzt froh, dass er die Impfung nicht bekommen hatte, denn nach den schweren Anschuldigungen gegenüber „Impf-Vordränglern“ wollte er sich ebenso keine Vorwürfe machen lassen.
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