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Etwa 300 Jugendliche bei illegalen Aktionen in Russland festgenommen

© SNA / Alexey DanitschewTeilnehmer einer nicht genehmigten Kundgebung von Anhängern von Alexei Nawalny in St. Petersburg
Teilnehmer einer nicht genehmigten  Kundgebung von Anhängern von Alexei Nawalny in St. Petersburg - SNA, 1920, 23.01.2021
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Ungefähr 300 Minderjährige sind laut Anna Kusnezowa, der Bürgerbeauftragten für Kinderrechte in Russland, bei den nicht genehmigten Protestaktionen zur Unterstützung des inhaftierten Regierungskritikers Alexej Nawalny landesweit festgenommen worden.
„Jetzt wird gezählt. Nach vorläufigen Angaben wurden in verschiedenen Regionen Russlands insgesamt etwa 300 Minderjährige festgenommen: In Moskau sind es etwa 70, in St. Petersburg - etwa 30 Kinder (...). Natürlich werden diese Zahlen noch präzisiert. Das Wichtigste ist, dass viele Kinder bereits von den Eltern abgeholt wurden und sie nach Hause gehen durften. Kinder haben bei den illegalen Aktionen nichts zu suchen, und im Leben der Kinder sollte es keinen Platz für sie geben!“, zitiert der Pressedienst von Kusnezowa deren Worte.
Viele der Kinder in Polizeidienststellen seien bereits ihren Eltern übergeben worden, hieß es weiter.
Das russische Innenministerium und die Generalstaatsanwaltschaft hatten mehrmals vor der Verantwortung sowohl der Organisatoren als auch der Teilnehmer der am 23. Januar in Moskau und anderen Städten geplanten nicht genehmigten Aktionen gewarnt. Sie gelten als Provokation und Bedrohung für die öffentliche Ordnung und würden sofort unterdrückt.
Zugleich forderte die Generalstaatsanwaltschaft, die im Internet verbreiteten Aufrufe zu blockieren, zu solchen Aktionen zu kommen, was an sich gesetzlich verboten ist. Laut dem Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, stammten solche Aufrufe vonseiten „bestimmter Provokateure“, deren Handlungen „von uns gut verstanden werden“.
Proteste in Paris am 23. Januar 2021 - SNA, 1920, 23.01.2021
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Besonderes Augenmerk wurde auf Schulkinder gelegt: Eltern wurden gebeten, sie von den Protestaktionen fernzuhalten. In Bezug auf die Studenten stellte der Kreml wiederum fest, dass die Teilnahme an solchen Veranstaltungen „sehr unterschiedliche Einschätzungen seitens der Leitung von Bildungseinrichtungen haben kann“.
Auch Olga Jaroslawskaja, die Ombudsfrau für die Kinderechte in Moskau, sprach sich in einem Interview mit russischen Medien kategorisch gegen die „Einbeziehung von Kindern in die politischen Spiele“ aus. Wenn die Jungs älter werden, können sie ihr zufolge „die Essenz und den Hintergrund bestimmter Bewegungen verstehen“.
Die Behörden der russischen Städte, die sich zuvor geweigert hatten, Massenveranstaltungen zu genehmigen, erklärten dies durch die schwierige epidemiologische Situation aufgrund des Coronavirus.
Am Samstag kamen Alexej Nawalnys Unterstützer in mehreren russischen Städten bei nicht genehmigten Aktionen zusammen. Dabei ist es zu einigen Schlägereien und Inhaftierungen gekommen. An der unerlaubten Kundgebung in Moskau sollen sich etwa viertausend Personen beteiligt haben.
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