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Nach Corona-Impfung: Massenhaft positive Tests in Pflegeheimen

© REUTERS / Pool / Sean GallupImpfung in Deutschland
Impfung in Deutschland - SNA, 1920, 22.01.2021
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Er gilt als die Lösung der Corona-Krise: Der Impfstoff. In Deutschland häufen sich nun jedoch die Fälle von positiven Corona-Tests nach der Impfung. Vor allem Alten- und Pflegeheime sind betroffen. In Israel und Großbritannien gibt es sogar deutlich mehr Corona-Fälle seit dem Impfstart. In welchem Zusammenhang steht diese Entwicklung?
Deutschland ist im Endloslockdown. Einzig der von Medien und Politik beworbene Corona-Impfstoff macht Mut auf ein absehbares Ende der restriktiven Maßnahmen. Neue Werbespots und Plakat-Kampagnen des Bundesgesundheitsministeriums spielen dabei regelrecht mit der Angst der Bürger: Eingeschränkte Reisefreiheit, leere Straßen, leere Fußballstadien, Schulen dicht, traurige Kinder und einsame Senioren – all das werde durch den Impfstoff ein Ende haben. Vorausgesetzt natürlich, jeder lässt sich impfen. Die ausgegebene Devise: Deutschland krempelt die Ärmel hoch, für die Impfung.

Tränen für den Impfstoff…

Den Anfang machten in Europa die Briten. Ihr Start der Impfkampagne war eine große Inszenierung, die Senioren Maggie und William waren die ersten Impflinge, und sie sagten in jede Kamera, wie stolz sie darüber seien. Der britische Premier vergoss in einem Interview deshalb sogar einige Tränen. Das Impfen nahm international an Fahrt auf, auch der mittlerweile vereidigte neue US-Präsident Joe Biden ließ sich impfen, Israel stellte bei der Menge der Impfungen sogar immer neue Rekorde auf.
Dementsprechend groß war dann auch in Deutschland die Freude, als Ende Dezember 2020 begonnen werden konnte: Impfstart in deutschen Pflegeheimen. Und sobald die Impf-Teams anrücken, notiert beispielsweise die „Neue Presse Coburg“ am 28. Dezember:

„Impfstart im Landkreis Kronach! Empfang mit Applaus und Freudentränen.“

Im Küpser Alten- und Pflegeheim „Sonnen-Blick“ sei man ganz aus dem Häuschen gewesen, als der Impfstoff gegen Sars-Cov-2 an einem Montag dort eintraf. Klatschend und jubelnd nahm man ihn dort tatsächlich in Empfang – nach Monaten mit Besuchsverbot und Einsamkeit durchaus verständlich. Doch stattdessen hieß es nur eine Woche später in der „Süddeutschen Zeitung“:

„Corona-Infektion trotz erster Impfung.“

Eine bittere Erkenntnis für das Pflegeheim „Sonnen-Blick“: Nach Angaben der Einrichtungsleiterin, Silvia Meusel, seien plötzlich von insgesamt 26 Pflegebedürftigen 18 Bewohner und acht Pfleger mit dem Coronavirus infiziert.
Ein Einzelfall ist das leider nicht. Wir schauen nach Bayern, das Internetportal „in Franken“ berichtet am 14. Januar ebenfalls über einen bemerkenswerten Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim:
„Im Lichtenfelser Pflegeheim „Elisabeth“ sind 51 von 55 Bewohnern positiv auf das Coronavirus getestet worden.“
All das passierte nur wenige Tage, nachdem ein Impf-Team das Heim besucht hatte. Bevor das Team da war, habe es keinen einzigen Fall in der Einrichtung gegeben. Ähnliches spielte sich laut eines Berichts des NDR in Schleswig-Holstein ab: Im Landkreis Segeberg war das mobile Impf-Team am 9. Januar zu Besuch im Alten- und Pflegeheim Itzstedt. Nur vier Tage später tauchten die ersten Corona-Fälle auf. Schließlich sind laut Medienberichten etwa 25 Bewohner und acht Mitarbeiter der Einrichtung positiv getestet worden.
Weiter geht es nach Sachsen: Im Kreis Meißen bekam das Seniorenheim „Weidenblick“ rund um den Jahreswechsel Besuch von einem Impf-Team. Mitte Januar mussten dann gleich mehrere Rettungswagen anrücken. Die „Sächsische Zeitung“ berichtet am 19. Januar:

„Corona-Ausbruch im Pflegeheim – im „Weidenblick“ in Gröditz gab es die ersten Corona-Schutzimpfungen im Kreis Meißen. Dennoch kam es zu einem Corona-Ausbruch.“

Kam es trotz Impfung oder gerade durch die Impfung zu Infektionen? Dieser Frage widmen wir uns gleich. Zunächst noch einmal ein Blick nach Bayern. Die Passauer „Neue Presse“ schreibt am 16. Januar:
„Seniorenheim St. Josef in Kirchdorf am Inn: Corona-Ausbruch nur wenige Tage nach Impfung.“
Das Fazit nach der Impfung dort lautete: 28 von 39 Heimbewohnern waren positiv, 19 von 37 Mitarbeitern ebenfalls. Am Samstag zuvor waren insgesamt 48 Personen des Seniorenheims geimpft worden. Unter dem Strich bedeutet das: 48 Personen wurden dort geimpft, 47 wurden danach positiv auf Sars-Cov-2 getestet.

Erklärungsversuche…

Dies sind nur sechs Fälle in deutschen Pflegeheimen, die medial besonders publik wurden. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Das Impf-Team rückte an, impfte die Menschen, die am meisten gefährdet sind, und genau die werden krank. In Frage kommen hierfür drei Erklärungen:
Erstens: Zufall. Wir haben in Pflegeheimen etliche Ausbrüche in ganz Deutschland. Dass es diese Heime nach der Impfung getroffen hat, könnte einfach Zufall sein. Wenn das so wäre, hätte es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in zehn Monaten Pandemie nicht geschafft, die Pflegeheime zu schützen. Das würde ein maximales Politikversagen bedeuten.
Gerda Müller, 86, besucht am 21. Januar 2021 ein Impfzentrum in Heuchelheim, Westdeutschland, um einen Impfstoff gegen COVID-19 zu erhalten. - SNA, 1920, 21.01.2021
Weitere Todesfälle nach Covid-19-Impfung in Deutschland gemeldet: Das steckt dahinter
Zweitens: Die Impfung bringt die Infektion. Das kann auf zwei Wegen passieren: Entweder schwächt die Impfung das Immunsystem, und das Virus kann besser eindringen. Oder der Impfstoff selbst sorgt für einen positiven Test oder eine Infektion. Letzteres wurde bislang offiziell immer ausgeschlossen. Experten sagen, im Impfstoff werde nur das Spike-Protein imitiert und damit eine Immunreaktion ausgelöst. Eine Infektion durch den Impfstoff gilt also offiziell als unmöglich. Doch eine Schwächung des Immunsystems stellt die Corona-Impfung durchaus dar – wie auch andere Impfungen. In dem Fall stellt sich die Frage, ob Menschen der Risikogruppen überhaupt geimpft werden sollten.
Drittens: Das Impf-Team bringt die Infektion. Wir schicken mobile Teams in die Pflegeheime, diese sind in diesem Szenario selbst positiv und schleppen das Virus dorthin, wo es am schlimmsten wüten kann. Wenn das zuträfe, müssten der Bundesgesundheitsminister, aber auch die Ministerpräsidenten und die Gesundheitsämter dafür die Verantwortung übernehmen.

Der offizielle Kurs…

Die offizielle Sichtweise lautet aber folgendermaßen: Die Impfung kam zu spät. Wäre die Impfung früher gekommen, hätte es diese massiven Infektionen in Alten- und Pflegeheimen vielleicht gar nicht gegeben. Diese Sichtweise besagt, dass die Menschen noch nicht immun waren, weil die Immunantwort noch nicht passiert war.
Und diese Sichtweise bringt uns nach Israel. Der Mitteldeutsche Rundfunk vermeldete am 18. Januar:

„Israel: Corona-Massenimpfung wirkt bereits.“

Schon jetzt können die Krankenkassen dort laut dem MDR vergleichen, wie sich die Zahl der Corona-Infektionen mit der Impfung entwickelt hat. Clalit, eine der größten Kassen, verglich 200.000 Geimpfte im Alter von über 60 Jahren mit ebenso vielen Nicht-Geimpften. In der geimpften Gruppe lag demnach die Zahl der Infektionen bereits zwei Wochen nach der ersten Dosis um 33 Prozent niedriger als in der Vergleichsgruppe. Bei Maccabi – einer weiteren israelischen Krankenkasse – waren es zwei Wochen nach der ersten Impfung sogar 60 Prozent weniger positive Corona-Tests. Das israelische Gesundheitsministerium spricht sogar von insgesamt 50 Prozent weniger Fällen.
Diese Aussagen passen aber so gar nicht zu anderen offiziellen Zahlen. So meldete Israel vor wenigen Tagen die höchste Zahl positiver Corona-Tests im Land seit Beginn der Pandemie. Zum ersten Mal seien es über 10.000 an einem Tag gewesen. Diese hohen Zahlen halten derzeit an. Auch in anderen Ländern sieht es in Bezug auf den Impfstart mangelhaft aus, etwa in Irland am 8. Januar. Keine zwei Wochen nach Impfbeginn wurde dort die höchste Zahl positiver Tests verzeichnet, zum ersten Mal über 8000 an einem Tag. Gleiches in Großbritannien am 8. Januar: Rund einen Monat nach Start der Impfung gab es dort die höchste Zahl positiver Tests, erstmalig über 60.000 an einem Tag. Das läge vor allem an der neuen Mutation „B 1.1.7“, heißt es.

Norwegen setzt ein Zeichen…

Blicken wir abschließend nach Norwegen. Es gab eine Meldung, die zuerst über die Nachrichtenagentur Bloomberg kam, aber vor wenigen Tagen auch von etlichen deutschen Medien aufgegriffen wurde. Darunter die „Berliner Zeitung“, die „Frankfurter Rundschau“ und das „Ärzteblatt“. Die norwegische Gesundheitsbehörde vermeldete, dass 33 Menschen in direktem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung verstorben seien. Der Tod sei teilweise bereits zwei Stunden nach einer Biontech-Impfung eingetreten. Es sei noch nicht geklärt, ob die Impfung die Ursache für diese Sterbefälle gewesen sei. Dies werde nun untersucht, die norwegischen Behörden wollen dies gemeinsam mit Biontech und Pfizer tun. Die Menschen seien älter als 75 gewesen und hätten schwere Vorerkrankungen gehabt.
Diese Vorfälle haben vor allem zu einer Maßnahme geführt: Die norwegische Arzneimittelbehörde rät zur Vorsicht bei sehr alten kranken Menschen. In der „Frankfurter Rundschau“ heißt es dazu am 21. Januar:
„Für den leitenden Mediziner Sigurd Hortemo liegt der Verdacht nahe, dass einige sehr gebrechliche Menschen die üblichen Impfreaktionen wie Fieber und Übelkeit nicht verkraftet haben und gestorben sind.“
Auf diese Vorfälle in Norwegen wurde nun Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am vergangenen Montag in Berlin angesprochen. Der CDU-Politiker entgegnete, dass in Deutschland für die Erforschung von Nebenwirkungen bei Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut ihm mitgeteilt habe, dass es

„in Deutschland da keine nennenswerten Vorkommnisse und Ereignisse gibt“.

Das stimmt allerdings nicht. Das Paul-Ehrlich-Institut prüft bislang mindestens zehn Todesfälle kurz nach einer Corona-Impfung. Im bayrischen Miesbach kam es außerdem nach einer Massenimpfung in zwei örtlichen Seniorenheimen und darauffolgenden massiven Corona-Ausbrüchen bereits zu sieben Todesfällen bei Geimpften. Die offizielle Erklärung des Landratsamts lautete auch hier, die Impfungen seien für die Verstorbenen einfach zu spät gekommen. Eine andere Argumentation wird derzeit weder in Miesbach noch seitens der regierenden Politiker gelten gelassen.
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