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All die Juden in Bidens Administration: Zeitung freut sich auf „traditionelle proisraelische Linien“

© AFP 2021 / DEBBIE HILLUS-Vizepräsident Joe Biden und der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu geben sich am 9. März 2016 im Büro des Premierministers in Jerusalem die Hand, während sie gemeinsame Erklärungen abgeben Besuch.
US-Vizepräsident Joe Biden und der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu geben sich am 9. März 2016 im Büro des Premierministers in Jerusalem die Hand, während sie gemeinsame Erklärungen abgeben Besuch.  - SNA, 1920, 22.01.2021
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Wenn es ein Land gibt, das auf stabil gute Beziehungen mit den USA setzen kann - egal ob unter Trump ober Biden, dann dürfte es Israel sein. Die Zeitung „The Times of Israel“ freut sich bereits unverhohlen auf „all die amerikanischen Juden, mit denen sich Biden auf den Toppositionen umgeben will“.
Keine Verschwörung, sondern wohl ein Potenzial für die israelische „Soft Power“, um deren Existenz größere Staaten Israel nur beneiden könnten. Nicht zuletzt erklärt die Zeitung, wie die elf aufgelisteten Amerikaner zu Israel stehen und was man von ihnen erwarten kann.
Nehmen wir Antony Blinken, den designierten Secretary of State (Außenminister der Vereinigten Staaten) im Kabinett des US-Präsidenten Joe Biden, einen langjährigen Berater Bidens und Stiefsohn eines Holocaust-Überlebenden. „Dessen Geschichten hätten sein Weltbild und anschließend seine politischen Entscheidungen, auch im Nahen Osten, geprägt“, vermutet die Zeitung. Er vertrete Ansichten der Mainstream-Demokraten über Israel und wolle bei der Rückkehr in das iranische Atomabkommen nach eigenen Angaben „mit Israel über die Iran-Politik beraten“.
Dann befasse sich der designierte stellvertretende CIA-Leiter David Cohen, wie er es schon unter Präsident Barack Obama war, „seit langem mit jüdischen Anliegen und Themen“. Er habe sich bewährt, mit ihm habe Bidens CIA wieder „einen Top-Experten für die Iran-Themen“. Oder Merrick Garland, den Biden zum neuen US-Justizminister machen will, wenn der Senat das bewilligt. In seiner Rede nach der Nominierung ehrte er seine Großeltern, die vor dem Antisemitismus in Europa geflohen waren, bevor sie in den USA ankamen.
Dann ist es auch Avril Haines, die nominierte Direktorin der nationalen Nachrichtendienste. Haines war unter Obama stellvertretende Direktorin der CIA. Ihre Mutter sei die jüdische Malerin Adrian Rappin (ursprünglich Rappaport), und ihr nichtjüdischer Vater habe einmal in einem Bericht über eine Reise mit Haines nach Israel geschrieben, dass seine Tochter sich als jüdisch identifiziere.
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Dann ist es auch der langjährige Vertraute Bidens und künftige Stabschef des Weißen Hauses Ronald Klain, der Verbindungen zu seiner Synagoge aus seiner Kindheit in Indianapolis pflege und sich für die Erziehung jüdischer Kinder engagiere. Auch Eric Lander, künftiger Direktor des Amtes für Wissenschafts- und Technologiepolitik, und die stellvertretende Gesundheitsministerin Rachel Levine, in einer konservativen jüdischen Familie aufgewachsen, würden sich so oder so gegen den Antisemitismus einsetzen.
Der designierte Minister für Innere Sicherheit, Alejandro Mayorkas, arbeite noch eng mit den jüdischen Gruppen zusammen und setze sich für deren Schutz vor spezifischen Bedrohungen ein. Die künftige stellvertretende Staatssekretärin Wendy Sherman war dazu noch Verhandlungsleiterin beim iranischen Atomabkommen von 2015 und setzte sich für das Abkommen mit den jüdischen und pro-israelischen Gemeinden ein. Später beschrieb sie Spannungen mit Israel und einigen amerikanischen jüdischen Gruppen beim Abkommen als „sehr, sehr schmerzhaft“. Sie habe auch eine Rolle dabei gespielt, die Plattform der Demokratischen Partei an „traditionelle pro-israelische“ Linien anzupassen, erinnert die Zeitung.

„Der größte Freund des jüdischen Volkes ...“

Während seiner Präsidentschaft hatte auch Donald Trump oft jüdische Menschen und Israel und die israelische Regierung in Zusammenhang gebracht und sich öfter etwa an die Republikanische Jüdischen Koalition gewandt, indem er dieser ab und zu mangelnde Loyalität vorwarf. Die Menschen, die die israelische Politik kritisierten, wie etwa die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez, konnte er als Antisemiten bezeichnen.
Während einer Rede auf der AIPAC-Konferenz im März 2020 nannte dann Vizepräsident Mike Pence Trump „den größten Freund des jüdischen Volkes und des Staates Israel, der jemals im Oval Office gesessen hat“. Nicht zuletzt hatte Trump 2019 die von Israel besetzten syrischen Golanhöhen formell als Staatsgebiet Israels anerkannt. Aus Dankbarkeit benannte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine neue Siedlung auf den Golanhöhen nach Trump: Ramat Trump.
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