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Intensivmediziner: Tödlich gefährliche Sepsis bei Corona bleibt oft unerkannt

CC0 / Qimono / Pixabay / Blut (Symbolbild)
Blut (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.01.2021
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Viele Covid-19-Patienten sterben nach Angaben der deutschen Sepsis-Stiftung an einer unerkannten Blutvergiftung. Nach Darstellung der Organisation könnte aber ein großer Teil der Erkrankten gerettet werden, wenn die Sepsis rechtzeitig erkannt und adäquat behandelt werden würde.
Wie der Stiftungs-Vorsitzende Konrad Reinhart gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte, gebe es nach wie vor eine weit verbreitete Unkenntnis über das Thema Sepsis in der Bevölkerung, aber zum Teil auch bei Ärzten und Pflegepersonal.

„Ein großes Problem ist, dass viele Patienten, die sich mit einer unkomplizierten Covid-19-Erkrankung zu Hause kurieren wollen, nicht rechtzeitig bemerken, wenn diese in eine Sepsis übergeht“, erläuterte der Intensivmediziner.

Ihm zufolge sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen oder den Notarzt rufen, wenn Symptome wie ein plötzliches extremes Krankheitsgefühl, Fieber, ein hoher Puls, Verwirrtheit oder Schüttelfrost aufträten.
Bei einer Sepsis – allgemein Blutvergiftung genannt – handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems auf eine Infektion. Letztere schädigt Organe und kann binnen Stunden zum Tod führen.
Ärzte und medizinisches Personal (Archivfoto) - SNA, 1920, 07.01.2021
Arzt mahnt vor Langzeitfolgen nach akuter Covid-19-Erkrankung
Sepsis spielt Reinhart zufolge nicht nur bei Corona eine entscheidende Rolle, sondern auch bei Ebola, Grippe oder jeder zukünftigen Pandemie, unabhängig vom Erreger. Daher sei es notwendig, einen Nationalen Sepsisplan zu erstellen. Nach Angaben der Sepsis-Stiftung sterben jedes Jahr rund 75.000 Menschen in Deutschland an einer Sepsis.
Die Stiftung berichtet unter Berufung auf die März-Ausgabe der Fachzeitschrift „The Lancet“ von 191 Patienten, die wegen eines schweren COVID-19-Verlaufs in einer Klinik im chinesischen Wuhan behandelt werden mussten. Bei den Patienten, die verstarben, lag in 100 Prozent eine Sepsis vor, in 70 Prozent ein septischer Schock.
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