Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Weitere Todesfälle nach Covid-19-Impfung in Deutschland gemeldet: Das steckt dahinter

© AFP 2021 / ARNE DEDERTGerda Müller, 86, besucht am 21. Januar 2021 ein Impfzentrum in Heuchelheim, Westdeutschland, um einen Impfstoff gegen COVID-19 zu erhalten.
Gerda Müller, 86, besucht am 21. Januar 2021 ein Impfzentrum in Heuchelheim, Westdeutschland, um einen Impfstoff gegen COVID-19 zu erhalten. - SNA, 1920, 21.01.2021
Abonnieren
Laut dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts zur Sicherheit der Covid-19-Impfung sind in Deutschland bis 17. Januar bereits 21 Todesfälle nach einer Corona-Impfung bekannt geworden. Der Zusammenhang bleibt jedoch nicht nachgewiesen.
Diese Todesfälle bei Patienten im Alter von 56 bis 99 Jahren (14 Frauen, sieben Männer) wurden dem Institut in einem zeitlichen Abstand von einer Stunde bis 14 Tagen nach Impfung mitgeteilt. Der Median des Alters betrug 87 Jahre, das mittlere Alter 83,5 Jahre, heißt es weiter im Bericht.
Zwei geimpfte Patienten sollen dabei im Rahmen einer Covid-19-Erkrankung verstorben sein, nachdem sie vier bis fünf Tage nach der ersten Impfung mit Biontech/Pfizer erste Symptome der neuen Lungenkrankheit entwickelt hätten. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne könne nicht von einer Wirksamkeit des Impfstoffes ausgegangen werden, so die Autoren des Berichts.
Neun Patienten mit multiplen Vorerkrankungen sind dann nach den Angaben der Gesundheitsämter an einer Verschlechterung ihrer Grunderkrankung gestorben. Eine Patientin mit bekanntem Bluthochdruck und Diabetes verstarb demzufolge an einer Lungenembolie und Herzkreislaufstillstand.
Bei den anderen neun Patienten bleibt die Todesursache unklar. Jedoch wird berichtet, dass all die Verstorbenen schwerwiegende Vorerkrankungen hatten wie Karzinome, Niereninsuffizienz, Demenz vom Alzheimer Typ, Enzephalopathie, die vermutlich todesursächlich waren. „Allerdings stehen in einzelnen Fällen noch weitere Informationen aus“. Bei diesen neun ungeklärten Todesfällen übersteige aber die beobachtete Mortalitätsrate nicht die erwartete.

Über eine Million Menschen bereits geimpft

Insgesamt wurden zum 17.01.2021 wurden laut Angaben des Robert Koch-Instituts 1.139.297 Personen geimpft. Von diesen wurden 1.136.573 Personen mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff und 2.724 Personen mit dem Impfstoff von Moderna geimpft. Von den 1.139.297 Geimpften haben 6.581 Personen bis 18. Januar die zweite Impfung erhalten.
Weiter meldet das Institut 645 gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Biontech/Pfizer-Impfung seit Beginn der Impfkampagne bis zum 17.01.2021 in Deutschland. Bei diesen 645 Personen wurden insgesamt 2.629 unerwünschte Reaktionen geschildert mit vier Reaktionen im Durchschnitt pro Person, am häufigsten Kopfschmerzen, Schmerzen an der Impfstelle und Ermüdung.
In 145 Fällen wurde über schwerwiegende Reaktionen berichtet, darunter 32 Fälle mit allergischen Symptomen, vier Fälle von Überdosierung, drei Fälle mit bakteriellen Infektionen, die nicht ursächlich auf die Impfung zurückzuführen seien, und etwa zehn Fälle mit Verschlechterung der Grunderkrankung.
Eine Krankenschwester hält am 23. April 2020 die Hand eines Patienten auf der Palliativstation des Eugenie-Krankenhauses in Ajaccio auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika. Symbolbild - SNA, 1920, 20.01.2021
„Hat nichts mit ‘Euthanasie’ zu tun“: Leiter der Impfkommission zu Todesfällen nach Covid-19-Impfung
Vor einer Woche waren nur zehn Todesfälle bzw. 325 Verdachtsfälle mit 913 Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder etwa Ermüdung registriert worden. „Es handelt sich um sehr schwer erkrankte Patienten mit vielen Vorerkrankungen, auch Patienten, die palliativ behandelt worden sind“, erklärte die Leiterin der Abteilung für die Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten am Paul-Ehrlich-Institut, Dr. Brigitte Keller-Stanislawski auf einem Pressebriefing.
Die aktualisierten COVID-19-Impfempfehlung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung hatte das RKI am 14. Januar veröffentlicht. Danach werden Personen in Senioren- und Altenheimen und die über 80 priorisiert. Die Priorisierung betreffe etwa Personen mit „seltenen, schweren Vorerkrankungen, für die bisher zwar keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz bzgl. des Verlaufes einer COVID-19-Erkrankung vorliegt, für die aber ein erhöhtes (Erkrankungs-) Risiko angenommen werden kann“, steht da genau geschrieben.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала