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„Pssst!“ – Kommt die Schweigepflicht in Bussen und Bahnen?

© AFP 2020 / INA FASSBENDEREine Frau im Bus (Archivbild)
Eine Frau im Bus (Archivbild) - SNA, 1920, 20.01.2021
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Dass im ÖPNV die Maskenpflicht gilt, dürfte inzwischen durchgesickert sein. Doch immer wieder ist zu beobachten, dass Passagiere ihre Masken abziehen, um beispielsweise zu telefonieren. Geht es nach dem Verband deutscher Verkehrsunternehmen, soll damit bald Schluss sein. Er schlägt ein Telefonierverbot nach spanischem Vorbild vor.
Nicht mehr brühwarm erfahren, was Torben-Hendrik zum Frühstück hatte, oder wen Frau Meier dabei erwischt hat, wie er seinen Müll nicht trennt – klingt ja zunächst einmal gar nicht so übel. Gerade wenn man nicht bequem von zu Hause arbeiten kann, sondern täglich stundenlang mit Bus und Bahn unterwegs ist. Für manch einen könnte der Vorschlag des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen aber wie ein weiterer Maulkorb wirken. Um der Verbreitung des Coronavirus durch Aerosole entgegenzuwirken, schlägt der Verband vor, in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Schweigepflicht einzuführen. Hintergrund ist, dass Mitfahrende immer wieder ihre Masken abziehen, wenn sie telefonieren.
Verbandspräsident Ingo Wortmann sagte im Deutschlandfunk, eine solche Maßnahme „würden wir sehr unterstützen“. Er begrüße den Bund-Länder-Beschluss, auf eine Ausweitung des Homeoffice in Betrieben zu dringen. Das entlaste den Personennahverkehr spürbar. Auch die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken oder FFP2-Masken im ÖPNV sei richtig.
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Die „Schweigepflicht“ in Bussen und Bahnen wird auf Mallorca seit vergangener Woche bereits umgesetzt. In Deutschland gibt es bisher keine entsprechende Initiative. Wortmann räumt ein, dass man bei einer solchen Regelung auf die Mitarbeit der Bürger setzen müsste, denn die Einhaltung wäre nur schwer zu kontrollieren.
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