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Stopp von Nord Stream 2 nicht ausgeschlossen? Gazprom spricht von „Risiken“

© SNA / Sergey GuneevNord Stream 2 (Archivbild)
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 20.01.2021
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Russlands Energieriese Gazprom beabsichtigt, die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu Ende zu bauen, schließt laut Medienberichten eine zeitweilige Einstellung oder gar einen kompletten Stopp des Projekts jedoch nicht aus. Der Grund dafür sei die dramatische Veränderung der politischen Situation.
„Bei der Umsetzung unserer großen internationalen Projekte wie Nord Stream 2 sind wir Risiken ausgesetzt – und können ihnen auch weiterhin ausgesetzt sein – die mit Änderungen der politischen Bedingungen in verschiedenen mit diesen Projekten verbundenen Regionen zusammenhängen”, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen von Gazprom kürzlich veröffentlichten Prospekt über die Platzierung von Eurobonds.
In Ausnahmefällen, darunter auch infolge des politischen Drucks, könnten solche Änderungen zur Aussetzung oder Einstellung des Projekts führen.
Lago von Uniper - SNA, 1920, 20.01.2021
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Ein Top-Manager des Unternehmens hat jedoch am Dienstag während einer Telefonkonferenz für Investoren betont, Gazprom beabsichtige das Projekt trotz Einschränkungen abzuschließen.
Er unterstrich, dass der Konzern wegen des starken Sanktionsdrucks Umsetzungsmöglichkeiten nur sehr begrenzt kommentieren könne, bestätigte aber die Pläne, Nord Stream 2 zu Ende zu bauen und europäische Verbraucher mit Gas dadurch zu versorgen.

Projekt Nord Stream 2

Das Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro.
Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf.
Sie hatten am Dienstag Sanktionen gegen das russische Rohrlegeschiff „Fortuna“, das die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 verlegt, sowie gegen seinen Eigner – die Firma „KBT-Rus“ – verhängt. Auf der Sanktionsliste stehen ebenfalls sechs weitere Schiffe, darunter auch die unter der russischen Flagge fahrenden Öltanker „Maxim Gorki“ und „Sierra“.
Auch im Dezember 2019 hatte Washington Sanktionen gegen das Nord-Stream-2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte daraufhin seine Arbeit ein.
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