„F*ck Trump“: Betrunkener bewirft Berliner US-Konsulat mit Schneebällen und schreit Parolen

© AP Photo / Jean-Francois BadiasPolizei in Deutschland (Archivbild)
Polizei in Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 20.01.2021
Einen Tag vor der Machtübergabe in den USA hat ein Betrunkener zwei Polizeieinsätze vor dem US-Konsulat in Berlin-Dahlem ausgelöst. Darüber schreibt die Zeitung „B. Z.“ am Mittwoch unter Verweis auf Polizeiangaben.
Demnach hat der 26-Jährige am Dienstagnachmittag vor dem Gebäude in der Clayallee die Parolen „Fuck Trump“ und „Biden will come“ geschrien. Zudem habe er Schneebälle auf die Fassade der diplomatischen Vertretung geworfen. Objektschützer haben von ihm gefordert, weiter zu gehen. Der Mann weigerte sich dies zu tun, und bewarf sie ebenfalls mit Schneebällen.
Die Mitarbeiter hätten die Polizei gerufen, der Mann sei in Gewahrsam genommen worden. Nach Polizeiangaben ist der Mann sehr aggressiv gewesen und hat seinen Kopf gegen einen Polizeiwagen geschlagen. Dabei habe er sich eine Platzwunde zugezogen und das Bewusstsein verloren.
Die Polizei habe den Rettungsdienst alarmiert. Noch vor dem Eintreffen der Sanitäter sei der Mann wieder zu sich gekommen. Der Mann habe einen Atemalkoholwert von mehr als einem Promille aufgewiesen. Anschließend sei er in ein Krankenhaus gebracht worden.
Donald und Melania Trump verlassen das Weiße Haus - SNA, 1920, 20.01.2021
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Gegen 22.30 sei der Mann laut dem Blatt wieder vor dem US-Konsulat aufgetaucht. Er habe lautstark geschrien und zwei gefüllte Halbliterdosen auf die Objektschützer geworfen, denen sie ausweichen konnten. Dabei sei niemand zu Schaden gekommen. Als die Polizei eingetroffen sei, habe der Mann wieder mit seinem Kopf gegen den Einsatzwagen geschlagen, diesmal ohne sich dabei Verletzungen zuzuziehen. Der Wagen sei leicht beschädigt worden. Diesmal sei ein Atemalkoholwert von fast zwei Promille gemessen worden.
Gegen den Randalierer werde wegen Sachbeschädigung und mehreren Körperverletzungsdelikten ermittelt. Er sei noch in der Nacht aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.
Am Mittwoch wird Nachfolger Joe Biden ins Amt eingeführt. Angesichts der Corona-Pandemie soll das Zeremoniell ohne das sonst übliche Massenpublikum über die Bühne gehen. Zudem gelten nach der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger des abgewählten Präsidenten Trump verschärfte Sicherheitsvorkehrungen.
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