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Stiftung für Nord Stream 2 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet

© SNA / Alexey VitvizkzyNord Stream 2 (Archivbild)
Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 19.01.2021
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Die Umweltstiftung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die auch den Bau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 trotz US-Sanktionen fördern könnte, ist laut der Regierung des Bundeslandes gegründet worden.
Die Stiftungsaufsicht im Justizministerium habe die Rechtsfähigkeit anerkannt, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD) der „Schweriner Volkszeitung“. „Damit ist die Stiftung gegründet und hat jetzt ihr eigenes Leben.“
Das von SPD und CDU regierte Mecklenburg-Vorpommern will die von den USA angedrohten Sanktionen mit der gemeinwohlorientierten Umwelt-Stiftung aushebeln. Die Stiftung soll Projekte im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz fördern, aber auch gewerblich aktiv werden können. Erwogen wird, durch ein eng an Nord Stream 2 angedocktes Wirtschaftsunternehmen der Stiftung Bauteile und Maschinen zu kaufen, die für die Fertigstellung der Gasleitung unerlässlich sind.
Am heutigen Dienstag werden die USA wohl offiziell weitere Sanktionen gegen die Gas-Pipeline Nord Stream 2 verkünden. Konkret geht es um Restriktionen gegen das russische Rohrlegeschiff „Fortuna“ und deren Eigner.
Darüber hat die US-Botschaft in Berlin am Montag die Bundesregierung informiert.

Nord Stream 2

Das Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro.
Nord Stream 2, Rügen (Archivfoto) - SNA, 1920, 18.01.2021
Grünen-Chef Habeck: Laschet muss Stiftung für Nord Stream 2 verhindern
Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf. Washington hatte im Dezember 2019 Sanktionen gegen das Nord-Stream-2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte daraufhin seine Arbeit ein.
Im Dezember 2020 hatte die Nord Stream 2 AG mit dem Verlegeschiff „Fortuna“ den Abschnitt in Deutschland fertiggestellt. Damit ist die Ostsee-Gaspipeline zu 94 Prozent fertig, doch auf den letzten Kilometern stockt es nach wie vor. Am 15. Januar trat eine Genehmigung der dänischen Schifffahrtsbehörde in Kraft, die die Verlegung zweier Stränge der Pipeline ab der Südspitze der Insel Bornholm bis zur Grenze der dänischen und deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone ermöglicht. Für die Arbeiten wurde ebenso das russische Schiff „Fortuna“ autorisiert. Doch dem Vernehmen nach sind zunächst nur Vorarbeiten geplant. Die Fristen für die Verlegung des letzten Abschnitts in Dänemark bleiben also unklar.
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