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„Will nach Weißrussland zurück“ – Tichanowskaja bittet OSZE um Hilfe

© SNA / Victor TolochkoSwetlana Tichanowskaja (Archivfoto)
Swetlana Tichanowskaja (Archivfoto) - SNA, 1920, 19.01.2021
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Die weißrussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja, die seit Monaten im Exil in Litauen lebt, will nach eigenen Worten in die Heimat zurückkehren, fürchtet jedoch um ihre Sicherheit. Deshalb benötige sie Hilfe der OSZE, erklärt die Ex-Präsidentschaftskandidatin.
„Zusammen mit der internationalen Gemeinschaft möchte ich Möglichkeiten finden, um sicher nach Weißrussland zurückzukehren“, sagte die 38-Jährige am Montag bei einem Online-Treffen mit OSZE-Botschaftern von EU-Staaten.

„Da gegen mich zwei Strafverfahren mit zwischenstaatlicher Fahndung laufen, sind für meine Rückkehr spezielle Garantien nötig“, wird die Politikerin auf ihrer Website zitiert.

Tichanowskaja, die in Weißrussland und Russland zur Fahndung ausgeschrieben ist, rief die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und weitere internationale Organisationen dazu auf, ihr und „anderen Führern demokratischer Kräfte bei einer sicheren Heimkehr zu helfen“.
Alexander Lukaschenko (Archivfoto) - SNA, 1920, 12.01.2021
Lukaschenko verspricht Antwort auf „gangsterhafte“ Sanktionen der EU
Der weißrussische Langzeitpräsident, Alexander Lukaschenko, war bei der jüngsten Präsidentenwahl am 9. August nach amtlichen Angaben mit mehr als 80 Prozent der Stimmen für eine sechste Amtszeit gewählt worden. Die Opposition sprach von Wahlbetrug und erklärte ihre Kandidatin Tichanowskaja zur Siegerin, die das Land verlassen musste.
Auf Anregung der im Exil lebenden Ex-Präsidentschaftskandidatin gründete die Opposition einen Koordinierungsrat, der eine Machtübergabe vorbereiten soll. Gegen die Köpfe des Gremiums laufen ebenso wie gegen Tichanowskaja selbst Ermittlungsverfahren. Ihnen wird die Gründung einer „extremistischen Formation“ zwecks „verfassungswidriger Machtergreifung“ zur Last gelegt.
In Weißrussland gibt es seit der Präsidentenwahl regelmäßig Proteste, die von den Ordnungskräften teilweise niedergeschlagen werden. Insgesamt kamen bislang Zehntausende Demonstranten in Polizeigewahrsam. Allein am vergangenen Wochenende gab es in Minsk nach Polizeiangaben 30 Festnahmen. Die Europäische Union hat Sanktionen gegen Lukaschenko und andere Personen sowie gegen Unternehmen verhängt.
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