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Großeinsatz gegen Schlepperbande in vier Bundesländern

© REUTERS / PASCAL ROSSIGNOLFlüchtlinge auf einem Lkw (Symbolbild)
Flüchtlinge auf einem Lkw (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.01.2021
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Mehr als 400 Bundespolizisten nehmen am Dienstag an einer großen Razzia gegen eine international agierende Schleuserbande in mehreren Bundesländern teil. Der mutmaßliche Kopf der Gruppe, die hinter 140 Einschleusungen stecken soll, wurde im Dezember in Österreich gefasst.
In Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen werden Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle vollstreckt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. 19 Beschuldigte im Alter zwischen 21 und 44 Jahren stehen im Verdacht, seit mindestens April 2019 etwa 140 Personen überwiegend syrischer Herkunft mit Kleintransportern und Pkws über die sogenannte Balkanroute illegal nach Deutschland gebracht zu haben.
Nach Polizeiangaben gingen die Täter professionell vor: Tatorte seien vorher mit sogenannten „Scouts“, vorausfahrenden Fahrzeugen zur Meldung von Polizeikontrollen, aufgeklärt worden. Die Grenze hätten die Geflüchteten oftmals zu Fuß überquert. Via Smartphone soll der Bandenchef die Schleuser aus sicherer Entfernung koordiniert haben.
Polizeiauto im Einsatz (Symbolfoto) - SNA, 1920, 12.01.2021
Einsätze gegen mutmaßliche Schleuserbande in vier deutschen Ländern
Die Bundespolizei kam den Schleppern im August 2019 auf die Schliche, nachdem ein Schleuserfahrer der Bande auf frischer Tat auf der BAB 7 bei Füssen ertappt worden war. Bei den Ermittlungen kooperierten die Behörden mit Ermittlern aus Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, den Niederlanden, Belgien sowie mit Europol.
Der mutmaßliche Kopf der Schleuserbande sei bereits im Dezember in Österreich festgenommen worden, seine Auslieferung werde angestrebt, hieß es. Bei dem Großeinsatz am Dienstag, der laut Polizeiinformationen akribisch geplant wurde, wurden sieben Untersuchungshaftbefehle vollstreckt sowie umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter Smartphones, die nun durch die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München ausgewertet werden.
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