„Es läuft besser, als wir dachten“: Fair Toys Organisation kommt voran

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Teddybär (Symbolfoto) - SNA, 1920, 19.01.2021
Die Fair Toys Organisation, die sich für die Einhaltung der Arbeitsrechte und Sozialstandards in Spielzeugfabriken einsetzt, ist ein halbes Jahr nach ihrer Gründung auf einem guten Weg. Diese Meinung vertrat Vorstandsmitglied Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero laut dpa.
„Es läuft besser und schneller, als wir dachten.“ Ein Siegel für faires Spielzeug könnte die Organisation erstmals in ein bis zwei Jahren verleihen.
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Die Fair Toys Organisation wurde von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie der Christlichen Initiative Romero und Mission Eine Welt, dem Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) und Spielzeugunternehmen ins Leben gerufen. Sie setzt nach eigenen Angaben auf die institutionelle Verankerung von Verantwortung und menschenrechtlicher Sorgfalt im gesamten Unternehmen. Die Umsetzung der geforderten Standards und von zielführenden Maßnahmen wird mit einem Siegel bestätigt. Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt die Initiative.
„Das Neue ist, dass wir die Verantwortung vom Auftraggeber in den Mittelpunkt rücken“, erläuterte Pflaum. Dabei nehme die Fair Toys Organisation die ganze Lieferkette in den Blick.
Mithilfe von Kontrollen Missstände aufzudecken reiche aber allein nicht, sagte Pflaum. Man müsse auch bei den Ursachen dafür ansetzen. Für 14-Stunden-Tage in Fabriken seien zum Beispiel oft zu knapp bemessene Lieferzeiten verantwortlich. Die Spielzeugunternehmen müssten die Aufträge daher so vergeben, dass die Produzenten diese erfüllen könnten, ohne Arbeitsrechte zu verletzen.
„Wir wollen gemeinsam die Arbeitsbedingungen verbessern“, sagte DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil. Ein Siegel wie Fairtrade oder der Grüne Knopf für Kleidung gebe es für Spielwaren bisher nicht.
Die Fair Toys Organisation will ein solches Siegel an Unternehmen vergeben, die nach Angaben von Pflaum einen mehrstufigen Prozess durchlaufen haben. Dafür müssen sie unter anderem ihre Hersteller in Arbeitsrechten schulen und ein Beschwerdesystem für die Arbeiterinnen und Arbeiter einführen. Das Siegel sollen die Unternehmen für ein Jahr bekommen. Danach müssen sie sich erneut überprüfen lassen.
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